Gelsenkirchen

FC Schalke 04 – Neururer analysiert knallhart: Aus diesen 5 Gründen kam es zur „grauenhaften Saison“

Peter Neururer weiß: Für die schwache Saison des FC Schalke 04 gibt es viele Gründe.
Peter Neururer weiß: Für die schwache Saison des FC Schalke 04 gibt es viele Gründe.
Foto: imago images / Joachim Sielski

Gelsenkirchen. Nur wenige kennen den Fußball im Ruhrgebiet so gut wie er, und nur wenige leider derzeit so sehr mit dem FC Schalke 04 wie er: Peter Neururer.

Der ehemalige Bundesliga-Trainer und bekennende Fan des FC Schalke 04 analysierte im Sport-1Talk „Doppelpass“ schonungslos die enttäuschende Bundesliga-Saison der Königsblauen.

FC Schalke 04: Neururer mit bitterer Analyse

In seiner typischen Art nahm „Peter der Große“ dabei kein Blatt vor den Mund.

„Es gibt viele Gründe dafür, dass Schalke eine grauenhafte Saison spielt“, sagte Neururer und nannte fünf zentrale Ursachen.

1. Realitätsferne Zielsetzung

„Die Zielsetzung vor der Saison war absolut unrealistisch“, stellte Neururer fest: „Man hat sich von der Vorsaison blenden lassen.“

Der 63-Jährige weiter: „Es wurden ein paar neue Spieler geholt, und dann dachte man, es geht einfach so weiter.“

2. Keine feste Achse in der Aufstellung

„Es ist kein fester Stamm da, auf den man immer zurückgreifen kann“, meinte Neururer: „Natürlich brauchst du bei der Doppelbelastung mit der Champions League auch Rotation. Aber es ist auch wichtig, dass du eine fixe Achse von drei, vier oder fünf Spielern hast, denen du in schwierigen Zeiten vertrauen kannst.“

Neururer: „Man hat auf Schalke in dieser Saison nicht mal die erste Elf gefunden.“

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3. Identifikationsfiguren vergrault

„Man hat keine Leute gefunden, mit denen sich die Leute identifizieren können“, schimpfte der bekennende Schalke-Fan.

Neururer listete auf: „Höwedes wird verkauft. Fährmann wird degradiert, und ein neuer Torwart kommt in den Kasten. Naldo wird weggeschickt. Das kann nicht sein.“

4. Tedescos Verhältnis zu den Spielern

„Mit Uth, Harit und Mendyl nimmt Tedesco drei Spieler aus Charakter-Gründen nicht mit nach Bremen, die vorher wichtig waren“, so Neururer: „Diese Spieler hat der Trainer doch jetzt verloren. Diese Spieler kann Tedesco doch nicht am nächsten Samstag gegen Leipzig bringen, ihnen angeblich das Vertrauen schenken und von ihnen verlangen, dass sie sich reinhängen. Damit machst du dich als Trainer vor der ganzen Mannschaft unglaubwürdig.“

Neururer weiter: „Wenn du die als Trainer die Kabine verlierst, wird es schwierig.“

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5. Umgang mit der Krise

„Man spricht auf Schalke nach einem 2:4 in Bremen von einer Trendwende. Das ist höchstgefährlich“ findet Neururer: „Wenn man jetzt die Dinge nicht klar anspricht und stattdessen lobt, dann kann Schalke froh sein, wenn sie „nur“ in die Relegation kommen und nicht direkt absteigen.“

 
 

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