Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Oliver Kahn als Sportdirektor? Deshalb wollte der Ex-Torwart nicht zu Königsblau

Oliver Kahn hätte fast beim FC Schalke 04 angefangen.
Oliver Kahn hätte fast beim FC Schalke 04 angefangen.
Foto: imago/Martin Hoffmann

Gelsenkirchen. Der FC Schalke 04 ist auf der Suche nach einem neuen Sportdirektor. Nach dem Rücktritt von Ex-Manager Christian Heidel übernahm Jochen Schneider als Sportvorstand, der Posten des Direktors muss noch besetzt werden.

Medienberichten zufolge will der FC Schalke 04 spätestens beim letzten Saisonspiel gegen den VfB Stuttgart einen neuen Mann vorstellen.

FC Schalke 04: Treffen zwischen Kahn und Tönnies

Auch vor zehn Jahren waren die Schalker bereits auf der Suche – und klopften bei Torwart-Legende Oliver Kahn an, der im Jahr zuvor seine Karriere beim FC Bayern München beendet hatte. Es gab sogar Gespräche, am Ende sagte der damals 39-Jährige den Knappen aber ab.

In einem Interview mit „Goal“ und „Spox“ verrät Kahn, dass er sich bereits mit Schalke-Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies getroffen hatte. Das Treffen sei streng geheim gewesen. „Keiner sollte es wissen. Im Fernsehen lief n-tv. Plötzlich sah ich, wie unten im Ticker-Band stand: Oliver Kahn zu Verhandlungen in Rheda-Wiedenbrück eingetroffen“, erzählt der Ex-Fußballer.

Beide Parteien hätten sich eine Zusammenarbeit gut vorstellen können, erklärt er weiter. Wieso dann die Absage? Kahn: „Ich habe mich letztlich einfach noch nicht bereit gefühlt. Ich behaupte, ein gutes Gespür dafür zu haben, wann ich für bestimmte Dinge bereit bin und wann nicht.“

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Oli Kahn: Zu 120 Prozent vom FC Bayern geprägt

Auch seine Vergangenheit bei den Bayern hatte einen starken Einfluss auf Kahns Entscheidung, wie er weiter erzählt. „Ich war und bin einfach zu 120 Prozent von Bayern München geprägt. Ob dieses extreme Erfolgsdenken auch in einem anderen Verein funktioniert, habe ich mich schon gefragt“, gesteht der gebürtige Karlsruher.

Zum Rekordmeister wird Oliver Kahn nun auch zurückkehren, wie es scheint. Ab 2020 soll er in die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden eingearbeitet werden, um Karl-Heinz Rummenigges Posten schließlich zu übernehmen. Der 63-Jährige machte Anfang April bei „Wontorra“ deutlich, dass er nach dem Ende seines Vertrages im Dezember 2021 in Rente gehen möchte. (cs)

 
 

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