FC Schalke 04: Türkgücü München erklärt späte Klage – „Jedes Gericht hätte uns ausgelacht…“

FC Schalke 04: Großes Drama um Pokal-Spiel
FC Schalke 04: Großes Drama um Pokal-Spiel
Foto: imago images/RHR-Foto

Riesen-Ärger um das DFB-Pokal-Spiel des FC Schalke 04. Wegen einer Klage von Türkgücü München wurde die Erstrundenbegegnung kurzfristig abgesagt.

Jetzt hat sich der Vorstand von Türkgücü München zu Wort gemeldet und erklärt, warum die Klage gegen die Pokal-Ansetzung FC Schalke 04 – 1. FC Schweinfurt erst so spät eingereicht wurde.

FC Schalke 04: Türkgücü München bezieht Stellung

Eigentlich hätte der FC Schalke 04 am Sonntag im DFB-Pokal auf den 1. FC Schweinfurt treffen sollen, doch daraus wurde nichts. Türkgücü München reichte beim Landgericht München eine Klage ein und bekam Recht. Die Partie wurde kurzfristig abgesetzt.

Die Pokal-Auslosung fand bereits Ende Juli statt, doch warum reichte Türkgücü München erst wenige Tage vor der 1. Runde die Klage ein? Dazu hat Türkgücü-Präsident Hasan Kivran jetzt in der „Bild“ Stellung bezogen: „Es ging nicht anders. Der BFV hat sich sehr lange Zeit gelassen mit der Meldung des bayerischen DFB-Pokal-Teilnehmers, bis zum 5. September. Erst als dieser feststand konnten wir Einspruch einlegen. Sicher war die späte Spielabsage unglücklich, aber das haben nicht wir verschuldet. Gegen was hätten wir vorher Einspruch einlegen sollen? Gegen eine Absicht des Verbandes? Jedes Gericht hätte uns zu Recht ausgelacht.“

Außerdem übt der Kivran schwere Kritik am Verband: „BFV hat zudem die Spielordnung wenige Tage vor der Meldung Schweinfurts erneut geändert. Der BFV hat genau den Baustein aus der Satzungsanpassung vom Mai 2020 entfernt, welcher uns zum DFB-Pokal-Teilnehmer macht. Der Schwabe würde sagen: Das hat ein Geschmäckle.“

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Türkgücü München wirft Schweinfurt Wortbruch vor

Der Grund für die Klage sei ein Wortbruch von Schweinfurt. Kivran berichtet von einer Absprache zwischen dem BFV, Schweinfurt und Türkgücü München. Demnach sei ausgemacht worden, dass Schweinfurt den Aufstieg von Türkgücü München akzeptiere und dafür im DFB-Pokal spiele dürfe. Schließlich leitete Schweinfurt doch noch rechtliche Schritte gegen den Aufstieg ein.

„Von dem Moment an, an dem Schweinfurt 05 Anwälte eingeschaltet hat, war klar, dass Schweinfurts Präsident Markus Wolf sein Wort nicht gehalten hat. Für uns gab es fortan keine Veranlassung mehr, uns an überholte Absprachen zu halten. Am selben Tag, 28.08., habe ich Herrn Koch darüber vollumfänglich informiert. Wir sind nicht diejenigen, die ihr Wort gebrochen haben“, erklärte Kivran.

Wie die ganze Angelegenheit nun ausgeht, ist unklar. Türkgücü München hat angekündigt alle möglichen rechtlichen Schritte auszuschöpfen.

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Pokal-Spiel hat für Türkgücü immense Bedeutung

Sollte nun doch Türkgücü München im DFB-Pokal gegen den FC Schalke 04 antreten dürfen, würde die Partie vermutlich im Münchner Olympia-Stadion ausgetragen.

Zudem erklärte Geschäftsführer Max Kothny die Bedeutung für den Verein: „Die Erstrundenprämie beträgt 137.000 Euro. Dazu kommt in diesem Jahr ein Hygiene-Bonus in Höhe von 30.000 Euro hinzu. Es geht aber nicht nur um dieses Geld. Sky würde unser Spiel übertragen, das wäre für unser Image und Bekanntheitsgrad wichtig. Die Folgeerlöse aus so einem Live-Spiel können langfristig immens sein. Außerdem geht es um ein sportliches Highlight. Es wäre die erste DFB-Pokal-Teilnahme unserer Klubgeschichte.“ (fs)

 
 

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