Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Kampflos in die nächste Pokalrunde? DFB-Vize spricht von „Kriegszustand“

FC Schalke 04: Wie heißt der DFB-Pokal-Gegner von Königsblau?
FC Schalke 04: Wie heißt der DFB-Pokal-Gegner von Königsblau?
Foto: dpa, Montage: DER WESTEN

Gelsenkirchen. Wer wird der DFB-Pokal-Gegner des FC Schalke 04? Schweinfurt? Türkgücü? Oder wird es am Ende ein Freifahrtschein?

Der Streit um den DFB-Pokal-Gegner des FC Schalke 04 eskaliert weiter.

Zieht Schalke am Ende sogar kampflos in die zweite Runde des Pokals ein? Längst nicht ausgeschlossen. Jetzt hat sich der Vize-Präsident des DFB, Rainer Koch, zu Wort gemeldet.

Schalke und das Warten auf die Deutsche Meisterschaft
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FC Schalke 04 kann auf kampfloses Weiterkommen im DFB-Pokal hoffen

Koch, der zugleich Präsident des Bayerischen Fußball-Verbands ist, hält eine Einigung im Zwist zwischen dem 1. FC Schweinfurt und Türkgücü München inzwischen für „schwierig“.

Man könne „jetzt nur hoffen, dass die Gerichte zeitnah zu einer Entscheidung kommen. Dass wir nicht gänzlich ohne bayerischen Teilnehmer dastehen“, sagte der 61-Jährige. „Nicht, dass Schalke 04 kampflos in die zweite Runde einzieht".

Schalke sollte gegen den Viertligisten Schweinfurt in der ersten Runde antreten. Doch per Einstweiliger Verfügung hatte Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München das Spiel gestoppt. Und will nun selbst im DFB-Pokal gegen Schalke ran.

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Der Hintergrund des Streits

Hintergrund des Streits ist ein Kompromiss, den der BFV mit den beiden Klubs in der wegen Corona ausgesetzten Regionalligasaison vereinbart hatte. Türkgücü durfte als Tabellenführer aufsteigen, Verfolger Schweinfurt wurde zum inoffiziellen bayerischen Amateurmeister erklärt.

Und der darf traditionell am DFB-Pokal teilnehmen. Doch später stellten die Unterfranken die Lizenzierung von Türkgücü beim DFB in Frage. Das brachte Türkgücü auf die Palme. Man fühlt sich seither nicht mehr an die Absprache gebunden und will sich in das lukrative Duell gegen Schalke einklagen.

+++ Schalke-Fan hofft auf Wagners Aus – und greift zu einer krassen Maßnahme +++

Koch spricht von „Kriegszustand“

Koch verteidigt, dass ein Aufstieg und Pokal-Einzug von Türkgücü „einen Kriegszustand heraufbeschworen" hätte.

Nachdem von Türkgücü-Präsident Hasan Kivran zuletzt Rassismusvorwürfe aufkamen, stellte Koch klar: „Das ist etwas, das ich extrem unschön finde. Immerhin hat Hasan Kivran mir gegenüber versichert, sein Verhalten habe nichts mit dem BFV oder mir zu tun.“

Für Schalke heißt es also weiter warten, bis ein Gerichtsurteil fällt. Aber Königsblau hat derzeit dringendere Probleme. Coach David Wagner steht mit dem Rücken zur Wand. Diese drei Namen werden bereits als seine Nachfolger gehandelt.

Wagner hat andere Sorgen

Um den DFB-Pokal-Gegner wird sich Trainer David Wagner aktuell sicherlich nicht kümmern. Er wird das Spiel gegen Werder Bremen vorbereiten - das könnte nämlich im schlechtesten Fall sogar sein letzter Auftritt für Schalke gewesen sein. Was Sportvorstand Jochen Schneider zur Situation sagt, erfährst du hier!

 
 

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