Gelsenkirchen

Schalke-Sportvorstand Schneider packt aus: SO will S04 ab sofort sparen

Jochen Schneider will mit dem FC Schalke 04 zurück in die Erfolgsspur. Dabei muss er allerdings einen Sparkurs fahren.
Jochen Schneider will mit dem FC Schalke 04 zurück in die Erfolgsspur. Dabei muss er allerdings einen Sparkurs fahren.
Foto: imago images/Pakusch

Gelsenkirchen. Der FC Schalke 04 muss sparen – und zwar massiv.

Diese Tatsache dürfte mittlerweile auch der letzte Schalke-Fan verinnerlicht haben. S04-Sportvorstand Jochen Schneider erklärt nun, wie der Verein in die prekäre Situation gelangen konnte und wie der Club nun wieder in ruhiges Fahrwasser finden will.

FC Schalke 04 fährt Sparkurs

„Ein Kaufmann sollte darauf achten, dass er mittel- bis langfristig Aufwand und Ertrag in Einklang bringt“, sagt Schneider: „Das ist uns zuletzt nicht gelungen.“

Der 49-Jährige weiter: „Das hat auch damit zu tun, dass wir in den vergangenen vier Jahren drei Mal das internationale Geschäft verpasst haben. Schalke ist auf Europa ausgerichtet. Von 2005 bis 2016 hat der Verein sich in elf Jahren zehn Mal international qualifiziert. In den vergangenen vier Jahren war es nur ein Mal der Fall.“

Schneider stellt fest: „Da ist ein Trend bemerkbar. Und der spiegelt sich auch in Zahlen wieder. Wir tragen die Verantwortung für die langfristige Ausrichtung des Vereins. Und da haben wir verschiedene Maßnahmen entwickelt.“

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Wie hoch darf das Spielerbudget sein?

Eine dieser Maßnahmen ist wohl die zuletzt hitzig diskutierte Gehaltsobergrenze. Den Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ wollte Schneider zwar nicht bestätigen. Doch der Sportvorstand räumte ein: „Wir müssen ganz genau darauf achten, wie hoch das Lizenzspielerbudget ist.“

Gleichzeitig stellen sich laut Schneider für Schalke die Fragen: „Welche Investitionen wollen wir erst mal nicht tätigen? Und welche Posten müssen wir erst mal nicht besetzen?“

Schneider: „Dahingehend hatten wir kurz nach Ausbruch der Corona-Krise schon reagiert. Wir hatten den Einstellungsstopp sowie den Stopp aller Vertrags- und Transfergespräche.“

Mit einem kleinen Budget muss Schalke die vor ihnen liegende Transferperiode angehen. Vermutlich werden die Königsblauen vorerst verstärkt auf den eigenen Nachwuchs sowie verheißungsvolle Talente anderer Clubs setzen.

 
 

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