Gelsenkirchen

FC Schalke 04 – Jobst verrät: Auf DIESE Weise hat S04 sich verpokert! „Wir haben die Wette verloren“

Alexander Jobst will den FC Schalke 04 zurück in ruhige Fahrwasser führen.
Alexander Jobst will den FC Schalke 04 zurück in ruhige Fahrwasser führen.
Foto: imago images/Revierfoto

Gelsenkirchen. Dem FC Schalke 04 steht das Wasser bis zum Hals.

Die Corona-Krise machte offensichtlich, was manch ein Fan zuvor befürchtet hatte: Schalke 04 geht finanziell am Krückstock.

FC Schalke 04 in der Krise

Laut Marketingvorstand Alexander Jobst lehnte Schalke sich bei einem ganz konkreten Punkt in den vergangenen Jahren zu weit aus dem Fenster. „Schalke ist in einer wirtschaftlich sehr angespannten Situation“, sagt der 46-Jährige: „Diese Situation wurde durch die Corona-Krise verschärft.“

Dann wird Jobst deutlich: „Schalke hat in den vergangenen Jahren sehr stark in die Zukunft investiert. Immer mit der Prämisse, dass der sportliche Erfolg sich einstellt – bestenfalls im europäischen Geschäft. Fakt ist aber auch, dass Schalke in den vergangenen vier Jahren dreimal Europa verpasst hat.“

Europa außer Reichweite

Der Marketingvorstand weiter: „Jetzt sind wir an einem Punkt angekommen, an dem wir sportlich nicht mehr in der Form in die Zukunft investieren können, dass wir davon ausgehen können, Europa zu erreichen. Die Wette in die Zukunft haben wir in den vergangenen Jahren mehrfach verloren.“

Mit anderen Worten: In den kommenden Jahren müsse Schalke sich vom Ziel Europapokal verabschieden.

„Man hat uns in den vergangenen Jahren immer vorgeworfen, wir hätten kein Einnahme-Problem, sondern ein Ausgaben-Problem“, sagt Jobst: „Das kann man so sehen. Nur Fakt ist: Durch die Corona-Krise fallen bei uns enorme Einnahmen weg – vor allem durch die fehlenden Zuschauer.“

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Schalke für Sponsoren weniger attraktiv

Und auch für Sponsoren wurde Schalke in jüngerer Vergangenheit deutlich unattraktiver. Jobst: „Wir führen derzeit mit unseren Sponsoren Gespräche, weil wir durch die Entwicklungen der vergangenen Monate einen Image-Verlust zu verkraften haben.“

Jobst stellt klar: „Das hat zur Folge, dass wir unsere sportlichen Ziele für die kommenden ein, zwei, drei Saisons anpassen werden. Das schließt ja nicht aus, dass wir es bei einer Super-Performance auch nach Europa schaffen können. Aber wir müssen unsere Ziele kurz- und mittelfristig anpassen.“

 
 

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