Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Diese S04-Nachricht irritiert viele Fans

Zu einem ungünstigen Zeitpunkt hat der FC Schalke 04 seine Aktionswoche gegen Diskriminierung beworben.
Zu einem ungünstigen Zeitpunkt hat der FC Schalke 04 seine Aktionswoche gegen Diskriminierung beworben.
Foto: imago images / Team 2, Twitter/s04

Gelsenkirchen. Die Idee ist lobenswert – doch mit dem Timing hat der FC Schalke 04 sich bei der Bekanntgabe einer Aktionswoche in den Augen vieler Fans in die Nesseln gesetzt.

Am Montagnachmittag bewarb der FC Schalke 04 seine Aktionswoche gegen Diskriminierung und Ausgrenzung mit einer Nachricht auf der S04-Homepage sowie in den sozialen Netzwerken. Für die Aktion erntete der Klub zwar Lob – der Zeitpunkt war jedoch nach Ansicht der Fans ein äußerst unglücklicher.

FC Schalke 04: S04-Nachricht nach Tönnies-Interview sorgt für Fan-Unmut

Denn: Nur 48 Stunden zuvor hatte S04-Boss Clemens Tönnies bei „Sky“ erstmals seit seinem Rassismus-Skandal live im TV gesprochen. Im Interview mit Sebastian Hellmann und Lothar Matthäus zeigte der Aufsichtsratsvorsitzende der Knappen vor deren 0:5 gegen die Bayern wenig Reue.

Clemens Tönnies sagte lediglich, dass ihn die Debatte „unglaublich getroffen“ habe. „Nicht, weil ich etwas Falsches gesagt habe, sondern weil es falsch aufgefasst wurde.“

„Man hat mich falsch verstanden“, rechtfertigte der 63-Jährige sich und erklärte zu allem Überfluss auch noch, er habe es „nur gut gemeint“.

Der Verein hatte Tönnies für seine Entgleisung damals nicht des Amtes enthoben, wie ein großer Teil der Fans es gefordert hatte. Stattdessen gab es nur eine dreimonatige Auszeit für Tönnies.

Nun verkündete Schalke 04 die Aktionswoche „Steh auf“. Besonders die einleitenden Worte „Entschlossen gegen jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung“ sorgten bei vielen Fans so kurz nach dem umstrittenen Tönnies-Statement für Stirnrunzeln.

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Einige Reaktionen:

  • „Haben wir einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden oder wie kann man dafür jetzt wieder glaubhaft einstehen?“
  • „Puh, schwierig, diesem Verein zu glauben, solange Herr Tönnies immer noch im Amte weilt.“
  • „Ich kann mir gut vorstellen, dass [Peter] Peters das Ding sehr am Herzen liegt. Leider hat Tönnies, anschließend eben auch Schalke wegen des Umgangs damit, alles selbst eingerissen. Sehr Schade.“
  • „Tolle Aktion. Mit einem anderen Wurstfabrikanten an der Spitze würde es sogar nicht wie Heuchelei wirken. Steht auf und zieht Konsequenzen! Ganz wie ihr es richtigerweise schreibt.“

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  • „Eigentlich schade, dass eine derart tolle Aktion nicht ernst genommen werden kann und die Glaubwürdigkeit des Vereins etwas leidet, durch gewisse Entscheidungen und Personen im Verein.“
  • „Ihr habt fast 30 Jahre erfolgreiche Arbeit gegen Rassismus auf Schalke kaputt gemacht. “Entschlossen gegen jede Form von Diskrimierung”? Es sei denn, sie stammt vom Aufsichtsratsvorsitzenden.“
 
 

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