Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Kaderplaner Reschke – mit diesem Plan löste er hitzige Diskussionen aus

Michael Reschke im Gespräch mit BVB-Sportdirektor Michael Zorc.
Michael Reschke im Gespräch mit BVB-Sportdirektor Michael Zorc.
Foto: imago images / RHR-Foto

Gelsenkirchen. Mit Michael Reschke hat der FC Schalke 04 den technischen Direktor für die kommende Saison gefunden.

Für viele Fans des FC Schalke 04 ist Michael Reschke allerdings ein unbeschriebenes Blatt. Beim FC Bayern hatte er schließlich jahrelang im Hintergrund gearbeitet. Und auch beim VfB Stuttgart war der 61-Jährige zuletzt nicht der Typ Sportvorstand, der sich selbst immer wieder in den Vordergrund spielt.

FC Schalke 04: Reschke und sein brisanter Vorschlag

Einzig im vergangenen Herbst geriet Reschke durch eine innovative Idee in die Schlagzeilen. Beim Sky-Talk „Wontorra“ hatte er den Gedanken von Playoffs in der Bundesliga angeregt. Der Vorschlag wurde in den darauffolgenden Tagen kontrovers diskutiert.

Manch ein Fan hielt die Idee für interessant, weil der Meisterschaftskampf durch Playoffs deutlich spannender wäre als er es in den vergangenen Jahren war – die gerade zurückliegende Saison ausgenommen.

Andere Fans fanden die Idee nicht allzu prickelnd. Die Gegner argumentierten, dass eine Meisterschaft eine Saisonleistung sein müsse und nicht von einzelnen K.o.-Spielen abhängen solle.

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Hoeneß: „Der schlaue Herr Reschke“

Besonders scharfe Kritik erntete Reschke von Uli Hoeneß. Auf der denkwürdigen Pressekonferenz im Oktober hatte der Bayern-Präsident gegen alles und jeden gepoltert, und auch Reschke bekam wegen seiner Playoff-Idee von Hoeneß eine heftige Breitseite verpasst. Hoeneß hatte den damaligen Sportvorstand des VfB Stuttgart ironisch den „schlauen Herrn Reschke“ genannt und den Playoff-Gedanken zerrissen.

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Auf die Brandrede von Hoeneß reagierte Reschke gelassen. „Schlau zu sein ist ja nicht das Schlechteste“, sagte Reschke augenzwinkernd: „Ich habe nichts gefordert. Ich habe angeregt, über einen Playoff-Gedanken zu diskutieren. Das halte ich nach wie vor für einen interessanten Gedanken-Ansatz.“

Playoff-Irrsinn in Belgien

In manchen europäischen Ländern gibt es bereits solche Playoffs. Besonders „kreativ“ ist das belgische Modell. In der ersten Liga Belgiens spielen nach dem Ende der regulären Saison die Vereine auf den Plätzen 1 bis 6 in einer Gruppenphase den Meister aus. Jeder Club geht dabei mit der Hälfte der in der Saison erspielten Punkte ins Rennen.

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Die Vereine auf den Plätzen 7 bis 14 streiten sich zudem in Playoffs darum, wer gegen den Vierten der Meisterschafts-Playoffs um den vierten und letzten Europapokalplatz spielt. Heißt: Wenn ein Verein die Saison auf Platz 14 abschließt, hat er noch theoretische Chancen auf das Erreichen des Europapokals.

 
 

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