Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Irre Bilder von Manuel Baum! So macht der S04-Trainer sein Team heiß

FC Schalke 04: Manuel Baum gibt sich als S04-Trainer metaphorisch sehr engagiert.
FC Schalke 04: Manuel Baum gibt sich als S04-Trainer metaphorisch sehr engagiert.
Foto: imago images/Team 2

Gelsenkirchen. Vom Realschullehrer zum Bundesliga-Trainer – Manuel Baum hat einen abrupten Karriere-Wechsel durchgezogen. Doch wer den Trainer der FC Schalke 04 reden hört, entdeckt doch schnell wieder den Pädagogen in ihm.

Manuel Baum LIEBT Bilder. Gerade mal einen Monat ist er beim FC Schalke 04 im Amt und hat schon mehr bildliche Vergleiche verwendet als so mancher Buchautor.

FC Schalke 04: Manuel Baum ist noch immer ein bisschen Realschullehrer

Das jüngste Beispiel: Auf der Pressekonferenz vor dem wegweisenden Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (Freitag, 20.30 Uhr) verglich der 41-Jährige sein Team mit einer Flasche Ketchup.

„Das ist bei uns wie mit einer Ketchupflasche, die man gerade neu gekauft hat. Wenn man das Ketchup rausholen will kommt nix, auch wenn man sieht, dass sie voll ist. Man muss von oben ganz fest draufklopfen, bis irgendwann mal alles rauskommt. Und wir sind gerade noch am Klopfen.“

Chapeu, Herr Baum! Ein treffender Vergleich, auf den man erstmal kommen muss.

Doch der Schalke-Coach kann das – denn er hat Übung im Malen von Bildern. Vor dem Ketchup-Klopfen hat Baum sich zum Beispiel schon im Schiffeziehen und Mauerbauen versucht.

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In einem Interview mit dem FC Schalke 04 feuerte Baum solche bildlichen Vergleiche raus wie eine Maschinenpistole.

  • Über den Faktor Teamgeist: „Ich vergleiche das gerne mit einer Mauer, die aus Ziegelsteinen besteht. Wenn man die nur einzeln aufeinanderstellt, sprich die Spieler, kann ich ziemlich einfach die einzelnen Steine raushauen. Aber wenn ich jetzt den Mörtel dazwischen tue, das sind diese Werte, und die Steine damit verbinde, dann wird es extrem schwierig, die Mauer umzuwerfen.“
  • Über den Druck, der auf der Mannschaft lastet: „Wir wollen uns einen positiven Druck selber machen. Wir wissen ja: Wenn der Druck groß ist, können Diamanten daraus entstehen.“
  • Über den wichtigen Charakterzug der Berechenbarkeit als Trainer: „Es funktioniert nicht, wenn ich an einem Tag sage, dass der Rasen grün ist, am nächsten Tag ist er braun und am übernächsten hat er wieder eine andere Farbe.“
  • Über die ersten Schritte zum Erfolg: „Wir müssen einen blauen Faden, so habe ich gelernt heißt es auf Schalke, reinbekommen, dass wir alle in die gleiche Richtung ziehen. Das ist wie bei einem großen Schiff. Wenn wir alle in die gleiche Richtung ziehen, kriegen wir es vom Fleck. Wenn aber jeder in irgendeine Richtung zieht, wird das Schiff stehen bleiben.“
  • Über den taktischen Nachholbedarf von Nationalspielern nach der Länderspielpause: „Das kann jeder verstehen, der mal zwei Wochen im Mathe-Unterricht gefehlt hat. Der Stoff, den die Klasse durchgenommen hat, muss derjenige erstmal nachholen.“

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Schiffe ziehen, Ketchup schütteln, Mauern bauen – der Pädagoge lebt noch immer in Manuel Baum. Kaum zu glauben, dass er nicht Deutsch unterrichtete, sondern Sport, Wirtschaft und Buchhaltung.

Baum: Lehrer-Erfahrung „ist sehr wertvoll in der Ansprache an die Mannschaft

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„Die Spieler wollen ein gutes Gefühl vom Trainerteam haben. Kommunikation ist da ein ganz entscheidender Schlüssel. In einer Profi-Mannschaft sind Spieler mit unterschiedlichstem Alter, Vorwissen, Kulturen… Und als Trainer musst du da eben unterschiedlich mit den Spielern umgehen und die Inhalte vermitteln. Man braucht nicht glauben: Ich sag das als Trainer auf eine Art und Weise und damit erreiche ich alle.“

Baum ergänzt: „Es ist sehr wertvoll in der Ansprache an die Mannschaft, dass man ein Bewusstsein dafür hat. Es gibt Spieler, die trotten dreimal im Kreis auf dem Trainingsplatz und signalisieren damit: Hey Trainer, sprich mich endlich an, ich hab was auf der Seele.“

 
 

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