Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Kurioses Banner in der Nordkurve – das steckt dahinter

Im Spiel zwischen Schalke und Mainz präsentierten die Ultras Gelsenkirchen ein großes Banner mit einer italienischen Botschaft.
Im Spiel zwischen Schalke und Mainz präsentierten die Ultras Gelsenkirchen ein großes Banner mit einer italienischen Botschaft.
Foto: imago images/Pakusch

Gelsenkirchen. Beim Spiel zwischen dem FC Schalke 04 und dem FSV Mainz (2:1) rieben einige Zuschauer sich verwundert die Augen.

Zu Spielbeginn präsentierten die Ultras Gelsenkirchen ein riesiges Banner. Auf Italienisch stand dort geschrieben; „Curva Sud Siberiano: Wo auch immer du bist, ich werde dir folgen. Freiheit allen Ausgesperrten!“

FC Schalke 04: UGE mit italienischer Botschaft

Viele Fans fragten sich, was es mit dem Banner auf sich hatte. Die Hintergründe sind schnell erklärt.

Die Ultras Gelsenkirchen pflegen eine Freundschaft zur „Nuova Guardia“, der führenden Ultra-Gruppierung des italienischen Zweitligisten US Salernitana. Regelmäßig stehen die Ultras aus Salerno in der Nordkurve – leicht erkennbar an der großen, granatroten Fahne.

Gruß an Freunde in Italien

Das Banner am Freitagabend war also ein Gruß an die befreundeten Ultras in Italien. Die Ultras Gelsenkirchen sagten auf der Vereins-Homepage des FC Schalke über die Besonderheit dieser Freundschaft: „Italien ist das Mutterland der Ultras, die Curva Sud Siberiano blickt auf über 40 Jahre Ultrakultur zurück. Obwohl der Verein nur zweimal in der Serie A gespielt hat und keine großen Erfolge feiern konnte, gilt die Curva Sud trotzdem als eine der besten Kurven des Landes, auch was Choreografien angeht. Schon wenn man als Jugendlicher in irgendwelchen Fanzines geblättert und Choreos angesehen hat, waren die von Salernitana immer beeindruckend.“

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Die UGE teilten mit: „Wenn man vor Ort ist, ist das Gefühl nur schwer zu beschreiben. Man spürt die Magie der Kurve, jede einzelne Gruppe hatte und hat ihre Bedeutung. Die komplette Kurve lebt Ultra. Der Vorsänger im Oberrang ist rund 60 Jahre alt. Der steht dort an der Brüstung und macht das schon seit 40 Jahren, das ist einfach unheimlich beeindruckend und prägend.“

„Das ist für einen Ruhrpottler ein ganz anderes Lebensgefühl“

Und weiter: „Dazu kommt, dass die Stadt am Ende der Amalfiküste liegt. Vom Oberrang des Stadions blickt man direkt aufs Meer, das ist für einen als Ruhrpottler einfach ein ganz anderes Lebensgefühl. Die Gastfreundschaft der Menschen dort ist kaum in Worte zu fassen. Alle Fans der Salernitana, alle in der Stadt, sind stolz auf den Kontakt mit uns. So ist die Freundschaft für beide Seiten in gewisser Hinsicht eine Ehre: Für uns mit einer großen historischen Kurve, für sie mit einem der größten Vereine in Europa.“

 
 

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