FC Schalke 04 – Krisen-Klartext von Wagner: „Das ist ein Zeichen“

David Wagner erlebt auf Schalke eine Rückrunde zum Vergessen.
David Wagner erlebt auf Schalke eine Rückrunde zum Vergessen.
Foto: imago images / Poolfoto

Erlebt der FC Schalke 04 zum Abschluss seiner Alptraum-Rückrunde am Samstag den ganz großen Knall?

Rein sportlich betrachtet droht Schalke am Samstag das 16. sieglose Liga-Spiel in Serie. Bei einer Pleite in Freiburg könnten die Königsblauen die Saison im schlimmsten Fall auf Platz 15 abschließen – und all das, nachdem sie in der Winterpause noch auf Tuchfühlung mit den Champions-League-Plätzen waren.

FC Schalke 04: Krise auf allen Ebenen

Doch am Samstag geht es beim FC Schalke um weit mehr als nur das Sportliche. S04-Fans wollen zur Zeit des Spiels zwischen Freiburg und Schalke an der Arena demonstrieren.

Ihr Protest richtet sich in erster Linie gegen Clemens Tönnies. Der Aufsichtsratsboss geriet zuletzt in die Schlagzeilen, weil sich weit mehr als 1500 Mitarbeiter in einem seiner Schlachtbetriebe mit Covid-19 infiziert hatten.

Für die Schalke-Fans war der Tönnies-Skandal das Sahnehäubchen auf der königsblauen Krisen-Torte. Neben der sportlichen Talfahrt hatte Schalke während der Corona-Pause auch seine finanziellen Probleme offengelegt. Dann folgten Fehltritte wie der Härtefall-Antrag oder die Entlassung mehrerer Mitarbeiter des Nachwuchsleistungszentrums.

Wagner: „Das ist ein Zeichen“

Die Schalker Fans haben die Nase voll. Auch David Wagner weiß genau, wie ernst die Anhänger es meinen. „Das ist ein Zeichen. Ganz klar“, sagt Wagner in Bezug auf die Startzeit der Demo am Samstag um 15.30 Uhr: „Der Termin ist sicher bewusst gewählt.“

Wagner weiter: „Ich nehme das genauso wahr wie die allermeisten anderen Menschen: über die Medien. Ich bin der Meinung, dass der Dialog der richtige Ansatz ist. Ich bin auch der Meinung, dass es legitim ist, seinen Unmut oder seinen Frust kundzutun.“

Der Schalke-Coach erklärt: „Es ist ja offensichtlich, dass wir in den Dialog kommen müssen. Wir müssen auch auf diesen Ebenen Lösungen finden.“

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Wagner: „Fokus auf Freiburg“

Gleichzeitig stellt Wagner klar: „Für meine Mannschaft und mich geht es aber jetzt vor allem darum, das Spiel am Samstag zu spielen. Wir haben dieses Thema in den Sitzungen nicht thematisiert.“

Schalke trifft am Samstag auf den SC Freiburg, bei dem es seit jeher deutlich ruhiger ist als auf Schalke. Blickt Wagner daher manchmal vielleicht etwas neidisch auf Freiburgs Trainer Christian Streich?

„Neid ist vollkommen unangebracht“, so Wagner: „Auch wenn wir derzeit viele Schwierigkeiten haben: Wir arbeiten für einen richtig großen und spannenden Verein. Wahrscheinlich wird Christian Streich das Gleiche über den SC Freiburg sagen. Ich bin ein großer Fan von Freiburg und dem Ansatz des Vereins. Ich bewundere, wie Freiburg das seit vielen Jahren unter den eigenen Bedingungen macht.“ (dhe)

 
 

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