Beim FC Schalke 04 verrät Jochen Schneider: DAS war unser „kapitaler Fehler“

Jochen Schneider will mit dem FC Schalke 04 schnellstmöglich raus aus der Krise.
Jochen Schneider will mit dem FC Schalke 04 schnellstmöglich raus aus der Krise.
Foto: imago images/Jörg Schüler

Klare Ansage von Jochen Schneider beim FC Schalke 04!

Der Sportvorstand nimmt in der Krise kein Blatt vor den Mund und gibt offen zu, dass die Posse um den Härtefall-Antrag auf Schalke ein gewaltiger Schuss in den Ofen war. „Beim Härtefall-Antrag haben wir einen kapitalen Fehler gemacht“, sagt Schneider der „Sport Bild“: „Das war ein Eigentor, für das wir uns entschuldigt haben und nur hoffen können, dass unsere Entschuldigung angenommen wird.“

FC Schalke 04: Schneider redet Krisen-Klartext

Schneider weiter: „So etwas darf sich kein Bundesliga-Verein erlauben – und schon gar nicht der FC Schalke 04. So darf man nicht mit den Treuesten der Treuen umgehen.“

Gleichzeitig stellt Schneider klar, dass die Kritik an der Trennung von 24 Fahrern der Nachwuchsteams in ihrer Schärfe nicht gerechtfertigt sei. „Diese Fahrdienstgeschichte ist aber ein anderes Thema. Das lasse ich nicht auf Schalke sitzen“, sagt der S04-Sportvorstand.

Schneider: „Dabei müssen zwei Ebenen betrachtet werden: Aus unternehmerischen und betriebswirtschaftlichen Gründen ist es richtig, den Fahrdienst einem externen Dienstleister zu übergeben, weil er viel flexibler auf die variierenden Anforderungen agieren kann. Darüber hinaus haben wir eine Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern, die zum Teil auch zu Corona-Risiko-Personen zählen.“

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„Auf Schalke lassen wir keinen fallen“

Der 49-Jährige betont: „Das Wichtigste dabei aber ist – und darauf lege ich großen Wert: Wir suchen mit jedem betroffenen Mitarbeiter, dessen Lebensunterhalt von diesem Arbeitsverhältnis abhängig ist, eine sozialverträgliche Lösung. Wir prüfen, ob er zu diesem externen Dienstleister wechseln kann oder ob er – wie in zwei Fällen schon geschehen – ein neues Anstellungsverhältnis bei Schalke 04 oder bei einer Tochtergesellschaft des Vereins bekommen kann. Das wurde in der Berichterstattung nicht vollständig und ausführlich genug dargestellt. Deshalb möchte ich an dieser Stelle betonen, dass wir keinen auf Schalke fallen lassen!“ (dhe)