Gelsenkirchen

Viele Fragezeichen bei Schalke 04: Das sind die S04-Baustellen – und so will Christian Heidel sie schließen

Auf Christian Heidel warten arbeitsreiche Tage.
Auf Christian Heidel warten arbeitsreiche Tage.
Foto: dpa

Gelsenkirchen. Keine Neuzugänge, neue Verletzungssorgen und jede Menge Fragezeichen - eine Woche vor dem Rückrundenstart gegen den VfL Wolfsburg gibt es beim FC Schalke 04 jede Menge Arbeit für Manager Christian Heidel.

Doch bislang gestaltet sich der Job für Heidel und Co. alles andere als leicht. „Der Transfermarkt bereitet uns genauso viele Schwierigkeiten wie allen anderen auch. Das ganz große Transfergeschehen ist noch nicht passiert. Ich lese auch jeden Tag irgendwelche Namen. Wer uns kennt, weiß, dass wir darüber nicht reden“, sagte Heidel gegenüber dem Fernsehsender „Sky“.

FC Schalke 04: Das sind die Baustellen nach dem Trainingslager

Er versichert, dass im Hintergrund jeden Tag am Kader gebastelt werde und der FC Schalke 04 noch den ein oder anderen Spieler verpflichten werde. Denn nach Ende des Trainingslagers in Benidorm bleiben bei S04 einige Baustellen. Hier die Schalke-Problemzonen im Überblick:

Das sind die Schalker Baustellen:

Tor:

Alexander Nübel hat Ralf Fährmann in dessen verletzungsbedingter Abwesenheit gut vertreten, musste nach Fährmanns Rückkehr aber wieder auf die Bank. Der U21-Nationalkeeper weiß, dass er langfristig spielen muss. Und liebäugelt mit einem Abgang.

Christian Heidel dazu in Bild: „Im Winter ist das kein Thema, das ist komplett ausgeschlossen. Um den Sommer haben wir uns noch keine Gedanken gemacht. Ich glaube aber, dass Alex spürt, welch wichtige Rolle er bei uns innehat. Er hat klar bewiesen, dass er in der Bundesliga im Tor stehen kann.“

Abwehr:

Nach dem Abgang von Naldo und Verletzungssorgen um Salif Sané (hier mehr dazu) muss in der Defensive auf jeden Fall ein Innenverteidiger her. Heidel mahnt aber: „Wir werden niemanden verpflichten, um Einen verpflichtet zu haben. Wir achten genau darauf, dass ein Neuer in die Gruppe passt. Von der Position, vom Typ her. Das kann aber noch den einen oder anderen Tag dauern. Im Winter ist es schwieriger als im Sommer. Die Spieler, die wir haben wollen, werden meistens von ihren Klubs nicht abgegeben.“

Zuletzt war hier der Schweizer Außenverteidiger Kevin Mbabu gehandelt worden. >>> Hier alle Transfergerüchte um Schalke 04

Mittelfeld:

Nabil Bentaleb und Suat Serdar reisten verletzt aus dem Trainingslager ab, Problemfall Amine Harit fuhr erst gar nicht mit ins Trainingslager. Der Marokkaner war durch verschiedene Eskapaden aufgefallen. Schalke will ihm eine letzte Chance geben, auch wenn Christian Heidel einen Winter-Abgang nicht komplett ausschließt: „Wenn da morgen ein Hammer-Angebot kommt und ich habe vorher gesagt: ‚Er bleibt‘, dann heißt es: Der Heidel hat gelogen.“

Die Sommer-Transfers Sebastian Rudy und Omar Mascarell sind nicht wie erhofft eingeschlagen. „Es gibt große Hoffnungen, dass die Jungs in die Pötte kommen. Ich bin sehr optimistisch“, sagt Heidel der Bild. Doch ein Abgang von Mascarell scheint dennoch nicht ausgeschlossen: „Wir sind nicht auf ihn zugegangen. Wir werden uns nach dem Trainingslager zusammensetzen und allgemein die Eindrücke diskutieren“, so Heidel. „Sollte das Ergebnis der Analyse sein, dass die Trainer sich eine Veränderung vorstellen können, könnte ein solches Gespräch noch stattfinden.“

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Angriff:

Franco di Santo wurde ebenso wie Johannes Geis aussortiert. Bei den beiden hofft Schalke, dass sie den Verein noch im Winter verlassen. Guido Burgstaller ist ebenfalls noch in der Reha, bei ihm wird es noch ein bisschen dauern mit einem Comeback. Genauso wie bei Breel Embolo. Hier zeigte sich Heidel aber zuversichtlich: „Ich habe vor drei Tagen ein langes Gespräch mit ihm gehabt. Er ist sehr optimistisch, dass es jetzt sehr schnell gehen kann. Aber das grüne Licht müssen die Ärzte geben – es war immerhin ein kleiner Fußbruch.“

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Immerhin Mark Uth feierte gegen Genk ein gelungenes Comeback. Und U19-Torjäger Ahmet Kutucu dürfte gute Chancen auf weitere Einssatzzeiten haben. Bezüglich einer Vertragsverlängerung des Talents zeigte sich Heidel nicht in Sorge: „Ich will es mal so formulieren: Wegen Ahmed bin ich äußert entspannt.“

Fazit:

Noch hat Schalke acht Tage Zeit bis zum Rückrundenauftakt gegen Wolfsburg. Die Sorge vor einem erneuten Katastrophen-Start ist da: „Es wäre gelogen, wenn man nicht sagt: Es ist eine gewisse Anspannung da“, so Heidel.

Es dürften arbeitsreiche Tage für Christian Heidel und den FC Schalke 04 werden.

 
 

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