Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Streit mit Heidel? Jetzt redet S04-Boss Tönnies Klartext

Auf Schalke lief's diese Saison noch nicht rund. Einen Streit zwischen Clemens Tönnies und Christian Heidel soll es aber nicht geben.
Auf Schalke lief's diese Saison noch nicht rund. Einen Streit zwischen Clemens Tönnies und Christian Heidel soll es aber nicht geben.
Foto: imago/DeFodi

Gelsenkirchen. Es war der Höhepunkt einer turbulenten Winterpause beim FC Schalke 04: Unmittelbar vor dem Rückrundenauftakt gegen Wolfsburg (2:1) war ein Bericht kursiert, wonach Christian Heidel bei S04 vor dem Aus stehe.

Laut „Bild“ werde der bis 2020 gültige Vertrag des Managers auf Schalke definitiv nicht verlängert. Wahrscheinlicher sei demnach ein vorzeitiges Ende.

Streit auf Schalke?

Schalke sei dem Bericht zufolge mit Heidels Arbeit unzufrieden. Außerdem habe der 55-Jährige sich mit Vereinsboss Clemens Tönnies überworfen, hieß es.

Nun bezog Tönnies Stellung. Im Gespräch mit der „WAZ“ stellte der Aufsichtsratsvorsitzende klar: „Mein persönliches freundschaftliches Verhältnis zu Christian Heidel ist völlig intakt. Anderslautende Spekulationen gehen vollkommen an der Realität vorbei.“

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Heidel: „Völlig an den Haaren herbeigezogen“

Tönnies machte zudem deutlich, dass er nach wie vor zu hundert Prozent hinter Trainer Domenico Tedesco steht, der auf Schalke zuletzt ebenfalls in die Kritik geraten war: „Wir feierten im Sommer die Vizemeisterschaft, stehen im Achtelfinale der Champions League, sind im DFB-Pokal dabei. Christian Heidel und Domenico Tedesco arbeiten mit hoher Energie daran, unsere sportliche Situation in der Bundesliga zu verbessern. Mit Platz zwölf sind wir nicht zufrieden, sehen uns nach den letzten beiden Siegen jedoch auf dem richtigen Weg.“

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Auch Christian Heidel hatte über den Bericht geschimpft. Dieser sei „völlig an den Haaren herbeigezogen“, sagte der S04-Manager. Sein Verhältnis zu Tönnies sei „sehr, sehr freundschaftlich“.

Christian Heidel bei Schalke 04

Heidel kam 2016 zu Schalke, als der Verein zwei Jahre nacheinander die Champions League verpasst hatte und den Anschluss zur Spitzengruppe der Liga zu verlieren drohte. In seiner ersten Saison auf Schalke ging es chaotisch zu. Der neue Trainer Markus Weinzierl hatte keinen Erfolg und beendete die Spielzeit auf dem 10. Platz. Nach Saisonende wurde Weinzierl beurlaubt und durch Tedesco ersetzt.

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Die erste Tedesco-Saison war sportlich erfolgreich. Schalke wurde Vizemeister. In dieser Saison ging es dann jedoch wieder deutlich bergab. Schalke verlor die ersten fünf Ligaspiele und trat lange Zeit im Tabellenkeller auf der Stelle. Aktuell steht S04 nach 18 Spielen mit 21 Punkten auf dem 12. Tabellenplatz. (dhe)

 
 

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