Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Nach Führerschein-Entzug bei S04-Star – so lautet das Urteil

FC Schalke 04: Ein Spieler klagte gegen den Entzug seines Führerscheins.
FC Schalke 04: Ein Spieler klagte gegen den Entzug seines Führerscheins.
Foto: imago images/Jan Huebner

Gelsenkirchen. Ein Fußballprofi des FC Schalke 04 hat vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht gegen den Entzug seines Führerscheins geklagt – und den Prozess veroren.

Das Gericht wies seine Klage am Mittwoch ab. Der Spieler vom FC Schalke 04 sei „in einer Weise gefahren, die unser aller Sicherheit gefährdet“, sagte der Richter.

Die Begründung des Gerichts: Es sei äußerst ungewöhnlich, dass ein Autofahrer in nur zehn Monaten 14 Punkte im Flensburger Verkehrssünderregister anhäufe. Und: Die Behörden hätten seinen Führerschein auch schon früher einkassieren können.

Spieler von FC Schalke 04 hat den Führerschein entzogen bekommen

Dem Spieler war vorgeworfen worden, viel zu schnell mit seinem Wagen am Düsseldorfer Rheinufertunnel unterwegs gewesen zu sein. Er sei mit 120 anstatt der erlaubten 70 km/h erwischt worden.

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Da der Fußballprofi bereits eine Reihe von Punkten im Flensburger Verkehrssünderregister angesammelt hatte, sollte er sich medizinisch-psychologisch begutachten lassen.

Schalke-Star gibt an, nicht am Steuer gesessen zu haben

Weil er trotz mehrfacher Aufforderung das Ergebnis der Prüfung seiner Fahrtauglichkeit nicht vorlegte, entzog ihm die Straßenverkehrsbehörde den Führerschein.

Dagegen klagte er. Sein Rechtsanwalt sagte am Mittwoch, sein Mandant habe in den meisten Fällen gar nicht am Steuer gesessen, sondern Bekannte. Diese könnten dies bezeugen. Doch das Gericht wies darauf hin, dass der Fußballer gegen keinen der zwölf Bußgeldbescheide Einspruch eingelegt und insgesamt vier Monate Fahrverbot hingenommen habe.

Inzwischen seien diese Bescheide rechtskräftig. Die Fotos, die bei den Tempoverstößen gemacht wurden, wiesen zudem eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Kläger auf. „Zumindest saß da keine blonde langhaarige Frau am Steuer“, sagte der Richter und empfahl dem Fußballer, sich lieber um eine neuen Führerschein zu bemühen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (dpa/cs)

 
 

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