Gelsenkirchen

FC Schalke 04: „Supporters Club“ veröffentlicht Wut-Brief – „Gekränkter Egomane & Narzisst“

Eine Fangruppierung des FC Schalke 04 übt heftige Kritik an Clemens Tönnies.
Eine Fangruppierung des FC Schalke 04 übt heftige Kritik an Clemens Tönnies.
Foto: imago images/Team 2

Gelsenkirchen. Es wurde diskutiert, gestritten und am Ende entschieden: Der FC Schalke 04 wird sich nicht erneut von Clemens Tönnies helfen lassen.

Die Fangruppierung „Supporters Club“ bezieht dazu jetzt klar Stellung. Die heftige Kritik trifft dabei jedoch nicht den Aufsichtsrat des FC Schalke 04 oder dessen Mitglieder.

FC Schalke 04: „Supporters Club“ attackiert Tönnies

Der „Supporters Club“, eine Schalker Fangruppierung, kritisiert Clemens Tönnies selbst – und das aus mehreren Gründen. Zum einen wirft der Fanclub dem Unternehmer und ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden vor, sein Unterstützungs-Angebot ohne Not über die Medien verbreitet zu haben.

„Wer Schalke wirklich liebt, im Herzen trägt und helfen möchte, der macht das still, leise, ohne großes Presse-Tamtam“, heißt es in dem Statement. Kurz vor Silvester hatte Tönnies in einem „RTL“-Interview erstmals angedeutet, zu einer wirtschaftlichen Unterstützung des S04 bereit zu sein.

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Dem „Supporters Club“ stoßen jedoch auch die Bedingungen, die Tönnies an die Nothilfe knöpfte und wegen derer der Deal schließlich platzte, sauer auf. Der 64-Jährige hatte es zur Bedingung gemacht, dass der Aufsichtsrat einstimmig für das Angebot stimmen sollte. Als Kenner des Gremiums, so der „Supporters Club“, habe Tönnies gewusst, dass es ein solches Votum nicht geben könne.

Am Ende stimmten tatsächlich zwei von elf Mitgliedern dagegen. „Wenn man dann trotz eindeutiger, klarer Zustimmung (9:2 = 81,82%) und sogar der Aussage derjenigen, die mit „Nein“ gestimmt haben, den Mehrheitsbeschluss des Aufsichtsrats (...) mittragen zu wollen, sein „Rettungsangebot“ wieder zurückzieht, dann ist das unmoralisch, unehrenhaft und eines echten Schalkers, für den sich Herr Tönnies ja immer ausgegeben hat, absolut unwürdig“, so die Fangruppierung, die Tönnies scharf direkt attackiert.

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„So handelt nur ein gekränkter Egomane und Narzisst, der sich und seine Person über alles und jeden stellt!“

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Maulwurf-Vorwürfe gegen Tönnies

Die Fans kritisierten auch ausführlich, dass frühzeitig Informationen über den Beschluss des Aufsichtsrats und sogar über die Umstände der Abstimmung über die Boulevardpresse an die Öffentlichkeit gerieten. „Es kann nicht sein, dass zwei Mitglieder des AR, die ihren Job gemacht haben, (...) beschimpft, beleidigt und bedroht werden.“ Das gesamte Statement kannst du hier auf Facebook noch einmal nachlesen >>>

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Das ist Clemens Tönnies:

  • Miteigentümer des größten deutschen Schlachtbetriebs für Schweine
  • Langjähriger Aufsichtsrats-Chef des FC Schalke 04
  • Massiv in der Kritik nach einer rassistischen Aussage sowie einem Corona-Ausbruch im Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück

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Klar ist nach dem Trubel um die abgelehnte Nothilfe nur das: Tönnies' Angebot ist endgültig vom Tisch und Schalke steht weiterhin mit über 240 Millionen Euro Verbindlichkeiten da. Immerhin in sportlicher Hinsicht gab es am Samstag einen Lichtblick: Mit 4:0 beendete S04 seine Sieglos-Serie von 30 Partien und verhinderte so den Tasmania-Negativ-Rekord.

Schalke darf wieder jubeln

Den Fans des FC Schalke 04 fiel am Samstagnachmittag ein Stein vom Herzen. Endlich gab's die Gewissheit: 'Wir können noch gewinnen'. Das macht vielen Fans Hoffnung. Eine Person erlebte dabei seine Sternstunde und wurde gebühren dafür gefeiert. Hier alle Infos >>>

Für Matchwinner Matthew Hoppe folgte jedoch bereits kurz nach Schlusspfiff eine große Ernüchterung. Grund ist eine Klarstellung von Trainer Christian Gross, über die du hier mehr erfährst >> (the)

 
 

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