Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Ex-Spieler rechnet mit Trainer ab – „Es war so beleidigend, so niederträchtig“

Sven Kmetsch spielte sieben Jahre für den FC Schalke 04.
Sven Kmetsch spielte sieben Jahre für den FC Schalke 04.

Gelsenkirchen. Wer sieben Jahre für den FC Schalke 04 die Knochen hinhält, kämpft und rackert – der wird von den königsblauen Fans mit Liebe belohnt.

Sven Kmetsch war beim FC Schalke 04 beliebt, denn er war ein Kampfschwein, wie man es im Ruhrpott gerne sieht.

Kmetsch liebt den S04 bis heute. „Schalke und Kmetsch – das passte wie der Deckel auf dem Topf. Diese Malocher- und Kumpel-Mentalität war genau mein Ding“, sagt der einstige Abräumer im Interview mit „Wettmax.com“.

FC Schalke 04: Sven Kmetsch rechnet mit Magath ab – und schwärmt von Rudi Assauer

Kein gutes Haar lässt der 49-Jährige dagegen an Felix Magath. Unter „Quälix“, von 2009 bis 2011 auch Trainer auf Schalke, spielte Kmetsch bis 1997 beim Hamburger SV.

„Magath hat nach einer Niederlage gegen Köln öffentlich behauptet: Der Kmetsch hat bewusst gegen mich gespielt! Mir vorzuhalten, dass ich absichtlich verlieren würde – das ist ein Stich in mein Fußballherz. Ich war entsetzt, dass Magath so was Ungeheuerliches in die Welt setzen kann“, berichtet der Ex-Profi.

„Es war so beleidigend, so niederträchtig. Und deshalb habe ich damals gesagt: Mit Magath rede ich kein Wort mehr. Und dabei ist es geblieben.“

Wechsel zu Schalke: „Das war ein ganz anderer zwischenmenschlicher Umgang“

Umso schöner wurde es, als Kmetsch aus Hamburg flüchtete und zum FC Schalke 04 wechselte. „Das war ein ganz anderer zwischenmenschlicher Umgang miteinander. Ganz anders als bei Magath in Hamburg. Immer respektvoll, immer im Sinne einer intakten Mannschaft und mit viel Platz für Persönliches. Und dann hatten wir ja noch den großen Rudi Assauer.“

Mit Rudi und Kmetsch wurde Schalke zweimal DFB-Pokalsieger, erlebte das prägende Vier-Minuten-Meisterdrama 2001. Nachdem Kmetsch seine Karriere 2005 als Sportinvalide beendete, sorgte Assauer dafür, dass er die ersten Schritte als Trainer gehen kann.

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„Der sagte: Du bleibst dabei. Als 19. Mann. Fährst überall mit, schaust überall zu, hörst Dir alles an. Wirst Trainer im Nachwuchs und bleibst Schalker solange Du willst“, verrät Kmetsch gegenüber „Wettmax.com“.

Trainerjob auf Schalke? Kmetsch will sich nicht aufdrängen

Als Co-Trainer von Benno Möhlmann arbeitete der gebürtige Bautzener beim FC Ingolstadt, FSV Frankfurt, 1860 München und Preußen Münster. Heute sucht er einen neuen Klub, will sich auf Schalke aber nicht aufdrängen.

„Zu den Spielen gehe ich, doch in die Geschäftsstelle nicht. Es ist nicht meine Art dort reinzumarschieren, um zu horchen, ob sie einen Job für mich haben.“

 
 

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