Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Sex-Attacke in der Nordkurve – dramatische Wende nach Anzeige

Sexuelle Belästigung in der Nordkurve des FC Schalke 04? Offenbar war die Tat frei erfunden. (Symbolfoto)
Sexuelle Belästigung in der Nordkurve des FC Schalke 04? Offenbar war die Tat frei erfunden. (Symbolfoto)
Foto: imago images / Team 2

Gelsenkirchen. Ermittlungs-Hammer im Fall der mutmaßlichen sexuellen Belästigung in der Nordkurve des FC Schalke 04: Die Staatsanwaltschaft Essen hat Anklage erhoben – gegen das vermeintliche Opfer!

Katharina K. (22) hatte öffentlich behauptet, beim Spiel des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Nürnberg im November 2018 in der Schalker Fankurve sexuell belästigt, sogar vergewaltigt worden zu sein.

FC Schalke 04: Sexuelle Belästigung wohl frei erfunden – vermeintliches Opfer angeklagt

Nach monatelangen Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft nun davon aus, dass K. die sexuelle Belästigung frei erfunden hat. Das bestätigte Oberstaatsanwältin Anette Milk gegenüber DER WESTEN.

Eins der schlagenden Argumente: „Es gibt Aufzeichnungen aus dem Bereich, in dem die junge Dame stand. Auf den Bildern ist kein Hinweis auf die Tat zu erkennen“, so Milk im Gespräch mit DER WESTEN.

Deshalb hat die Staatsanwaltschaft nun beim Amtsgericht Gelsenkirchen Anklage wegen Vortäuschung einer Straftat erhoben.

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Katharina K. hatte geschildert, ein korpulenter Fan mit Wollmütze und Dreitagebart habe ihr von hinten an das Gesäß gefasst. Obwohl sie sich gewehrt habe, habe der Mann weitergemacht, ihren BH geöffnet und schließlich seine Hand in ihre Hose geschoben (>> hier mehr zu den Schilderungen).

Dabei sollen seine Freunde laut gelacht haben. „Es war, als hätten die alle mitgemacht. Ich habe mich so ausgeliefert gefühlt, so hilflos. Es war schrecklich“, schilderte K gegenüber der „Bild“.

Anklage auch wegen falscher Verdächtigung

Auch die schweren Vorwürfe, die die 22-Jährige gegen den FC Schalke 04 erhob, haben sich offenbar als erfunden erwiesen.

Katharina K. hatte zunächst behauptet, ihren Platz verlassen und einen Ordner im Stadion um Hilfe gebeten zu haben. Der habe sie jedoch abgewiesen und gesagt: „Das passiert schon mal. Wenn du damit nicht klarkommst, solltest du das Spiel besser am Fernseher verfolgen.“

Die Polizei hatte einen Mann, der zur Beschreibung des Ordners passte, ausfindig gemacht und festgenommen. Anschließend zog K. die Vorwürfe gegen den Ordner zurück (>> hier alle Infos).

Auch die Bilder der Überwachungskamera belegen: K. hatte ihren Platz nicht verlassen. Deshalb muss sie sich vor Gericht auch wegen falscher Verdächtigung verantworten. Ein Termin für den Prozess steht noch nicht fest.

 
 

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