Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Diese Kult-Doku sollte jeder echte Fan kennen – Nostalgie pur mit Rudi, Huub und zwei heimlichen Stars

Rudi Assauer (†74) und Huub Stevens (65) gehören zu den Hauptprotagonisten der Kult-Doku über den FC Schalke 04.
Rudi Assauer (†74) und Huub Stevens (65) gehören zu den Hauptprotagonisten der Kult-Doku über den FC Schalke 04.
Foto: imago images / Sven Simon

Gelsenkirchen. Sommerpause in der Bundesliga. Zeit zurückzublicken für die Fans des FC Schalke 04. Weil ein Blick in die nahe Vergangenheit, bis auf das feine Derby Ende April in Dortmund nicht wirklich viel Freude bereitet, empfehlen wir lieber eine Kult-Doku, die in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum feiert.

Bettgeflüster mit Gerald Asamoah, knackige Dialoge zwischen Huub Stevens und Rudi Assauer und zwei Protagonisten, die den ungeschminkten FC Schalke 04 der 90er-Jahre bis aufs Blut verkörpern. Wir sprechen hier von einer wahren Fundgrube für königsblaue Nostalgiker.

FC Schalke 04: Kult-Doku mit zwei heimlichen Stars

Die Rede ist von der Wocomo-Produktion „Echt Schalke“ aus dem Jahre 1999. Die Filmemacher begleiteten damals den Verein vor dem Duell am siebten Spieltag der Saison 1999/00 gegen den FC Bayern München (1:1).

Wer das gefühlt ewig andauernde, wenn auch mit wunderbaren, zeitgenössischen Ruhrpott-Bildern unterlegte, zweiminütige Intro zum Three-Lions-Hit „Footballs's Coming Home“ übersteht, der wird belohnt. Dafür sorgen zwei heimliche Stars, die ein Schalke verkörpern, das sich der ein oder andere Fan im Vergleich zum heutigen Fußballbusiness zurückwünschen würde.

Echt Schalke - Doku über den Kult-Club aus dem Revier (1999)
wocomoCULTURE

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Trommlerin auf Schalke? „Bist du verrückt“

Eine der beiden Doku-Helden ist Gabi Oster. Mit ihrer Ruhrpott-Schnauze erzählt sie, wie sie es mit der Pauke an den Spielfeldrand im Parkstadion geschafft hat. „Et war schon ein bisschen komisch, wie ich dazu gekommen bin. Mein Mann kommt nach Hause und sacht 'Hömma Schatz, ich hab was ganz tolles gemacht für dich. Ich hab dich angemeldet bei Schalke. Du machst jetzt mit als Trommlerin.'“

Gabi Oster prustet, wie man nur mit einer 90er-Dauerwelle in Gelsenkirchen prusten kann und erinnert sich an ihre erste Reaktion: „Ich sach: Bist du verrückt?“ Aber am Ende ließ sie sich trotzdem breitschlagen. Die Begründung lag auf der Hand: „Ich sach: Okay, wenn du es sachs, mach ich das, ne?!“

Der Ober-Schalker und sein Wecker-Ritual

Ähnlich unverwechselbar wie die Schalker Trommlerin Gabi Oster tritt Rolf Rojek auf. In seinen knapp 30 Jahren als Vorsitzender des Schalker Fan-Club-Verband (SFCV) war er als Ober-Schalker in Gelsenkirchen bekannt.

Spätestens, wenn er über sein Aufstehritual spricht, geht jedem Schalker das Herz auf. So ist sein Wecker auf 5.04 Uhr programmiert, weil das auf der digitalen Anzeige aussieht wie S04. Hach.

Dann wäre da noch diese Erfindung namens Computer

Besser wird es nur, wenn der Ex-Fan-Beauftragte über diese Erfindung namens Computer spricht, die wahrscheinlich genau wie dieser Internet-Trend irgendwann vergeht

„Gestern kam der 5.555 Brief auf der Geschäftsstelle an, den wir in diese Jahr bearbeitet haben und jeden Brief tu ich noch immer persönlich beantworten und nicht 0815 im Computer (...) Jedes Mal lese ich den durch, mach mir meine Gedanken und schreibe dazu, weil ich denke, das ist persönlicher. Ist zwar ne Sauarbeit, aber...“

Es sind nur zwei Highlights einer ganz bezaubernden Doku, welche die Wartezeit bis zur nächsten Saison für alle Schalker versüßen kann.

 
 

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