Gelsenkirchen

FC Schalke 04: DIESE Jobst-Aussage verdeutlicht das Ausmaß der sportlichen Krise

Alexander Jobst machte deutlich, welche schlimmen Auswirkungen die S04-Krise tatsächlich hat.
Alexander Jobst machte deutlich, welche schlimmen Auswirkungen die S04-Krise tatsächlich hat.
Foto: IMAGO / Poolfoto

Gelsenkirchen. Der FC Schalke 04 muss sich derzeit intensiv mit den Planungen für die 2. Bundesliga beschäftigen. Ein Abstieg des Revierklubs wird immer realistischer.

Eine Aussage von Marketing-Vorstand Alexander Jobst führt jetzt noch einmal sehr deutlich vor Augen, wie weitreichend die sportliche Krise bei S04 tatsächlich ist.

FC Schalke 04: Jobst-Aussage verdeutlicht Krisenausmaß

Vor allem finanziell würde ein Abstieg für den Revierklub eine riesige Herausforderung bedeuten. Die Sponsoringbeträge würden bei einem Abstieg im "zweistelligen prozentualen Bereich" einbrechen, erklärte Jobst am Donnerstag in einem Fantalk. Der Vorstand bemühe sich daher seit einigen Wochen, Verträge mit aktuellen Partnern anzupassen oder zu verlängern, um auch in der zweithöchsten Spielklasse wirtschaftlich stabil zu bleiben.

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Eins der größten Probleme: „Wir haben keine Vertragssituation für einen Zweitligafall mit Gazprom“, wie Jobst einräumte. „Ein Verlust von Gazprom als Hauptsponsor würde uns finanziell sehr wehtun. Gleichwohl arbeiten wir natürlich im Hintergrund an möglichen Alternativen, aber vorrangig sprechen wir mit Gazprom und sind auch zuversichtlich."

Gazprom ist seit Beginn der Partnerschaft mit Schalke im Jahr 2007 bei den Fans hochumstritten. Der russische Ölkonzern ist für viele ethisch und ökologisch fragwürdig. Dass Schalke jetzt auch den Weg in die zweite Liga mit Gazprom gehen will, stößt auf viel Unverständnis. Jobst wird bei der Fankritik jedoch deutlich: „Wer von unseren Fans glaubt, dass im Moment die Telefone nicht stillstehen und Unternehmen und Sponsoren bei Schalke Schlange stehen - das wäre ein totaler Trugschluss."

Die wirtschaftlich beste Lösung sei daher auch in Zukunft Gazprom. Zwar werde Schalke zukünftig mehr Wert auf Nachhaltigkeit und ethische Aspekte legen. Aber: „Wir müssen genau überlegen, was in der aktuellen Situation das wichtigste Argument für uns ist. Und das ist Stabilität, insbesondere wirtschaftlich.“

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Der Hauptgrund für das Schalker Sponsoren-Dilemma ist laut Jobst die sportliche Krise der Schalker. „Das sportliche Bild, das wir in den letzten Jahren abgegeben haben, fördert nicht gerade, dass die Sponsoren Schlange stehen. Wir müssen aktiv um die Vermarktungserlöse kämpfen.“

Und so kommt er zu einem bitteren Fazit: „Image, Nachhaltigkeit, ethische und ökologische Gesichtspunkte sind wichtig, aber sie müssen natürlich langfristig geebnet werden." Heißt: In der aktuellen Situation sind diese Punkte für S04 nur zweitrangig.
(the)

 
 

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