Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Das hält Trainer Tedesco von Gegner Hertha BSC

Peter Müller
Schalke-Trainer Domenico Tedesco (Mitte) bereitet Sebastian Rudy (l.) auf das Spiel gegen Hertha BSC vor.
Schalke-Trainer Domenico Tedesco (Mitte) bereitet Sebastian Rudy (l.) auf das Spiel gegen Hertha BSC vor.
Foto: firo

Gelsenkirchen. Schalke 04 gegen Hertha BSC - da jubelt der königsblaue Statistiker. In den vergangenen zehn Heimspielen gegen die Berliner gab es immer nur einen Sieger, und der hieß Schalke. Wer an die Macht der Zahlen glaubt, der kennt also schon den Gewinner dieses Bundesligaspiels am Sonntag (18 Uhr/Sky).

Schalke 04 gegen Hertha BSC - da zögert der königsblaue Fan. Normalerweise müsste seine Mannschaft der Favorit sein. Schalke ist Vizemeister, Berlin landete in der vergangenen Saison auf Platz zehn und wird allgemein eher dem Mittelfeld der Liga zugeordnet. Aber was heißt das schon, wenn die Saison gerade erst begonnen hat?

FC Schalke 04: Niederlage war die logische, die gerechte Folge

Schalke 04 hat den Start verpatzt, beim 1:2 beim VfL Wolfsburg, der ebenfalls als Außenseiter eingeschätzt wurde, ließen die Schalker vieles vermissen, was sie in der vergangenen Saison noch stark gemacht hatte. Kompaktheit. Aufmerksamkeit. Kampfeslust. Einiges davon war in Wolfsburg nur in Ansätzen zu sehen, nicht aber über die gesamte Spielzeit. Die Niederlage war die logische, die gerechte Folge.

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Schalke 04 gegen Hertha BSC - da warnt der königsblaue Trainer. Domenico Tedesco blickt mit seinen Expertenaugen auf den Gegner und kommt dabei zu einem von Respekt geprägtem Urteil. Er nennt Hertha “eine sehr gute Mannschaft”. Vor allem die Abwehr der Berliner hat es ihm angetan. “Da brennt nicht viel an”, sagt Tedesco anerkennend. “Sie spielen seit Neuestem ja im 3-4-3 und haben in ihrer Dreierkette noch mehr Qualität hinzubekommen. Mit Karim Rekik, Niklas Stark und Jordan Torunarigha hat die Hertha drei super Innenverteidiger.”

Tedesco: „Wir freuen uns tierisch auf unser erstes Heimspiel.“

Für Schalke heißt das am Sonntag: Geduldig bleiben, immer wieder die Chance suchen - und wenn sie dann kommt, muss man sie auch nutzen. Denn viele Gelegenheiten dürften die Berliner den Schalkern nicht bieten.

Trotz der schwierigen Aufgabe sagt Trainer Tedesco aber auch: “Wir freuen uns tierisch auf unser erstes Heimspiel. Wir haben Lust darauf.”

Logisch, dass die Berliner, die zum Saisonauftakt mit einem 1:0-Sieg gegen Aufsteiger Nürnberg ihre Pflicht erfüllten, den Schalkern den Spaß verderben und endlich selbst mal etwas aus der Arena mitnehmen wollen. Trainer Pal Dardai plant, die Hertha aus dem Mittelmaß herauszuführen. Der zehnte Platz zum Abschluss der vergangenen Spielzeit dokumentierte, dass die Berliner im Niemandsland der Bundesliga angesiedelt waren.

Denn sie hatten zehn Punkte Rückstand auf die begehrten internationalen Ränge - und zehn Punkte Vorsprung vor dem gefährlichen Relegationsplatz. Mit 13 Unentschieden kommt man eben nicht weit. Deshalb haben sich die Herthaner vorgenommen, offensiver zu werden. Trainer Dardai plant, taktisch variabler spielen zu lassen und auch mal zwei Stürmer aufzustellen.

Auch auf Schalke wird sich der Ungar etwas einfallen lassen müssen, denn sein größter Wunsch nach Veränderung wird nicht kurzfristig erfüllt werden. In einem Interview mit der “Märkischen Allgemeinen Zeitung” hat Pal Dardai verraten, dass er gern größere Tore hätte, um den Fußball attraktiver werden zu lassen.