Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Daniel Caligiuri ist plötzlich (tor-)gefährlich

Hier bedankt sich Guido Burgstaller bei Daniel Caligiuri (links) für die Vorarbeit beim Spiel gegen Köln.
Hier bedankt sich Guido Burgstaller bei Daniel Caligiuri (links) für die Vorarbeit beim Spiel gegen Köln.

Gelsenkirchen. Wenn’s im Fußball nur immer so einfach wäre... Vor fünf Wochen hatte sich Daniel Caligiuri fest vorgenommen, endlich torgefährlicher zu werden. Nur ein Scorerpunkt in zehn Bundesliga-Spielen stand bis dahin für ihn zu Buche – eine dürftige Bilanz. Dann beförderte er Schalke mit einem abgefälschten Schuss zum 1:0-Auswärtssieg in Freiburg – und seitdem läuft’s. Seitdem ist Caligiuri plötzlich (tor-)gefährlich.

Für den 29 Jahre alten Mittelfeldspieler ist das kein Zufall, er wertet das Tor in Freiburg als Initialzündung und sagt: „Vielleicht habe ich das gebraucht.“ Caligiuri gibt zu, dass er vorher nicht das Zutrauen hatte, dass bei seinen Offensiv-Aktionen auch etwas herauskommt: „Bei mir hat manchmal die entscheidende Überzeugung gefehlt. Mal an dem Gegenspieler vorbeizugehen, statt den Ball nach hinten zu spielen. Oder auch mal den Abschluss zu suchen.“ Doch die Erfolge jetzt hätten ihn selbstbewusster gemacht.

Nach seinem Tor in Freiburg bereitete Caligiuri einen Treffer gegen Hamburg mit einem Sololauf vor. Dann erzielte er das wichtige dritte Schalker Tor beim 4:4-Derby und zuletzt gegen Köln servierte er Guido Burgstaller einen Treffer auf dem Silbertablett. „Da“, verrät „Calli“, „wollte ich eigentlich aus der Drehung schießen, und dann sehe ich, dass Burgi mitrennt und spiele quer, damit es ein sicheres Tor wird.“

Plötzlich gefährlich: Am liebsten möchte Caligiuri seine Serie jetzt auch am Samstag in Mönchengladbach gegen seinen Ex-Trainer Dieter Hecking ausbauen – beide waren früher in Wolfsburg. Caligiuri hält viel von Hecking, aber natürlich auch von Schalkes Trainer Domenico Tedesco: „Er gibt mir Tipps, wie ich mein Spiel verbessern kann“, sagt er. „Aber am Ende liegt es an mir, ob ich von mir überzeugt bin und den Ball in den Winkel haue, statt ihn nach hinten zu spielen.“

 

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