Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Tönnies wird nach Rassismus-Eklat verhört - DAS droht dem S04-Boss

Beim FC Schalke 04 muss Clemens Tönnies sich nach seinen rassistischen Äußerungen verantworten.
Beim FC Schalke 04 muss Clemens Tönnies sich nach seinen rassistischen Äußerungen verantworten.
Foto: imago images / Jörg Schüler

Gelsenkirchen. Jetzt wird es ernst für Clemens Tönnies beim FC Schalke 04!

Nach dem Rassismus-Eklat in der vergangenen Woche muss der Aufsichtsratsboss des FC Schalke sich nun vor dem Ehrenrat verantworten. Der Ehrenrat ist eine Art „Ethik-Kommission“ und besteht aus fünf Mitgliedern.

FC Schalke 04: Clemens Tönnies vor dem Ehrenrat

Diese fünf Mitglieder sind:

  • Kornelia Toporzysek, Richterin am Düsseldorfer Oberlandesgericht
  • Götz Bock, Richter am Hessischen Finanzgericht
  • Bernhard Terhorst, Steuerberater
  • Prof. Dr. Klaus Bernsmann, Leiter des Lehrstuhls für Straf- und Prozessrecht an der Ruhr-Universität Bochum
  • Hans-Joachim Dohm, Evangelischer Pfarrer (Ruhestand)

Clemens Tönnies muss sich in dieser Woche vor dem Gremium verantworten. Laut Satzung hat der Ehrenrat sogar die Möglichkeit, Tönnies vom FC Schalke auszuschließen.

Welche Strafe droht Tönnies?

Dass der 63-Jährige ausgeschlossen wird, gilt jedoch als äußerst unwahrscheinlich. Es liegt nahe, dass Tönnies lediglich eine deutliche Ermahnung kassiert. Was dafür spricht: Tönnies muss sich zum ersten Mal derart verantworten. Außerdem hatte er sich nach seinen Äußerungen umgehend entschuldigt.

Rücktrittsforderungen wurden laut

Eine Entschuldigung reicht vielen Menschen jedoch bei weitem nicht aus. So schrieb S04-Legende Gerald Asamoah bei Instagram: „Ich bin ehrlich gesagt etwas sprachlos. Seine Äußerung hat mich sehr überrascht, geschockt und auch verletzt. Er beleidigt mich und alle Betroffenen. Das können wir nicht dulden.“

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Maram Stern ging einen Schritt weiter. Der Geschäftsführer des Jüdischen Weltkongress sagte der „Bild“: „Mit einer Entschuldigung ist es hier nicht getan. Wer solche Vorurteile hegt und in aller Öffentlichkeit rassistisches Gedankengut verbreitet, der ist für verantwortliche Positionen im Spitzensport nicht geeignet. Tönnies sollte als Aufsichtsrats-Vorsitzender von Schalke 04 schleunigst seinen Hut nehmen und zurücktreten.“

Auch viele Schalke-Fans hatten einen Tönnies-Rücktritt gefordert. Sie drohten mit dem Vereins-Austritt, falls der Aufsichtsratsboss im Amt bleibt.

In der vergangenen Woche hatte Tönnies in einer Rede beim „Tag des Handwerks“ Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Er schlug vor, man solle jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. Tönnies: „Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren.“

 
 

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