Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Tönnies spricht erstmals nach seiner Rückkehr, und die Fans rasten aus – wegen dieser Worte

Das Interview mit Clemens Tönnies war für viele Fans des FC Schalke 04 schwer erträglich.
Das Interview mit Clemens Tönnies war für viele Fans des FC Schalke 04 schwer erträglich.
Foto: imago images/Norbert Schmidt - imago images/Udo Gottschalk - Collage: DER WESTEN

Gelsenkirchen. Clemens Tönnies ist zurück – und wie! Der Aufsichtsratsboss des FC Schalke 04 hat sich nach seiner dreimonatigen Auszeit mit einem hitzig diskutierten Interview zurückgemeldet.

Moderator und Schalke-Mitglied Matthias Killing spricht in jenem Interview mit Tönnies im vereinseigenen TV-Format. Viele Zuschauer können anschließend nur mit dem Kopf schütteln.

FC Schalke 04: Tönnies-Interview sorgt für Empörung

Der erste Kritikpunkt vieler Fans: Tönnies stelle sich als Opfer dar und schiebe die Täter-Rolle denjenigen zu, die ihn nach seinen rassistischen so scharf kritisiert hatten. „Es war eine harte Zeit“, sagt Tönnies im Interview: „Ich hätte nicht erwartet, dass ich ein Stück weit leide.“

Tönnies weiter: „Ich war von der Wucht der Reaktionen total erschlagen. Ich habe mir gesagt: Was ist das jetzt?“

Diese Worte stießen bei vielen Fans bitter auf. Sie können nicht verstehen, wie Tönnies die Täter-Opfer-Rolle derart umdrehen kann. Schließlich ist Tönnies in dieser Debatte nicht das Opfer. Das Opfer sind die vielen Menschen, die Tönnies mit seinen Worten so übel beleidigt hat. Tönnies hat Menschen verletzt. Ob er diese Beleidigungen bewusst oder unabsichtlich geäußert hatte, spielt dabei keine Rolle.

Tönnies war mal in Afrika

Dann folgen im Tönnies-Interview Ausführungen, die in den Augen vieler Fans an Realsatire grenzen. Der 63-Jährige behauptet sinngemäß, er könne sich doch gar nicht rassistisch geäußert haben, weil er doch schließlich schon mal auf Safari in Afrika war und dort Menschen getroffen hätte.

Tönnies: „Ich bin sehr häufig in Afrika gewesen und kenne die Menschen. Ich bin mit meinem Auto über 12.500 Kilometer durch Afrika gefahren und habe immer draußen geschlafen, immer fernab der Fernstraßen. Ich habe die Menschen kennengelernt. Mir geht’s um Afrika.“

„Andere haben das in den falschen Hals gekriegt“

Was das Ganze in den Augen vieler Fans noch schlimmer macht: Moderator Killing springt Tönnies immer wieder helfend zur Seite und teilt die Auffassung des Fleischfabrikanten, dass der Umgang mit ihm nicht in Ordnung gewesen wäre. Killing geht sogar so weit und behauptet, die Schuld in dieser ganzen Debatte liege doch in erster Linie bei denen, die Tönnies‘ Aussagen als rassistisch aufgefasst hatten.

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„Es ist immer eine Frage des Sendens und des Empfangens“, so Killing: „Du hast etwas ausgesendet, und andere haben das in den falschen Hals gekriegt. Wobei es ja sogar Stimmen gibt, die sagen: Das kann man nur in diesen einen Hals bekommen. Aber wer dich kennt, dem muss klar sein: Das kann so nicht gemeint gewesen sein – vor allem in der Heftigkeit, wie dann reagiert wurde. Das heißt: Es gab ja sicher auch Menschen, die dich dann enttäuscht haben. Du wirst in dieser Zeit auch einiges über Menschen um dich herum gelernt haben.“

Heiter weiter

Tönnies über seine Rückkehr „Ich habe einen großen Rückhalt in allen Gremien. Ich habe das Gefühl, dass sich alle freuen, dass ich wiederkomme.“

Dass es in der gesamten Causa keine ernsthaften Konsequenzen gab und es auf Schalke nun mit Tönnies heiter weitergeht, ist für viele Fans ein Schlag ins Gesicht.

 
 

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