Gelsenkirchen

Irre Wende bei Schalke 04! Jetzt kommen doch Tönnies-Millionen – mit diesem Trick

Der FC Schalke 04 bekommt nun doch Finanzhilfe von Clemens Tönnies.
Der FC Schalke 04 bekommt nun doch Finanzhilfe von Clemens Tönnies.
Foto: dpa

Gelsenkirchen. Das Tönnies-Angebot war vom Tisch – doch jetzt folgt die irre Wende!

Der FC Schalke 04 kriegt nun doch eine Millionen-Zahlung. Nicht von Ex-Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies selbst, aber von dessen Wurst-Unternehmen.

FC Schalke 04: Tönnies-Millionen über Böklunder-Vertragsverlängerung

Am Dienstag gab der FC Schalke 04 bekannt, den Sponsoring-Vertrag mit der Wurstmarke Böklunder bis 2024 verlängert zu haben.

Im Juni wäre der Vertrag ausgelaufen, nun wurde er ausgedehnt – einschließlich einer sofortigen Sonderzahlung.

Bei Böklunder handelt es sich um eine Marke der Zur-Mühlen-Gruppe. Alleininhaber: Clemens Tönnies.

Bei den Fans sorgt die Verkündung für reichlich Verwirrung. Tönnies, über Jahrzehnte an der Spitze des Klubs, hatte eine Finanzspritze in Form einer Ausweitung des Böklunder-Engagement in Aussicht gestellt, dafür aber eine Einstimmige Zustimmung des Aufsichtsrats gefordert.

Weil das Gremium aber nur mit 9:2 zustimmte, war der Deal vom Tisch – eigentlich.

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Denn nun hat der FC Schalke 04 mit einem Trick doch Tönnies-Millionen bekommen.

Der Unterschied liegt im Detail: Der Deal wurde nicht wie vom Fleisch-Milliardär vorgeschlagen ausgeweitet, sondern samt Sonderzahlung über drei Jahre verlängert. Dafür braucht es nur die einfache Mehrheit im Aufsichtsrat.

Jobst: „Der Vertrag wurde ganz normal verlängert“

„Es handelt sich hierbei um ein reines Sponsoring-Geschäft – der Vertrag wurde ganz normal verlängert, ohne anderweitige Forderungen oder Ansprüche“, stellt Marketingboss Alexander Jobst klar. „Das ist somit eine übliche Entscheidung in der Verantwortung des Vorstands und daher ein normales genehmigungspflichtiges Geschäft gegenüber dem Aufsichtsrat.“

Eine Vertragsverlängerung mit Sponsor Stölting gab der FC Schalke 04 gleichzeitig auch bekannt – ebenfalls mit Sonderzahlung.

Bei den Fans löst das verständlicherweise eine Diskussion aus. Während viele gutheißen, dass Hilfe in der finanziellen Not kommt, können einige den Schlingerkurs nicht nachvollziehen.

Einige Reaktionen:

  • Na sowas, schön, dass es jetzt auch auf normalen Wegen, mit demokratischen statt erzwungenen Mehrheiten und ohne großes mediales Gebrüll geht.
  • Also doch Geld vom Clemens. Ist doch gut, Hauptsache wir haben Geld was wir dringend brauchen.
  • Wer das jetzt kritisiert, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Wie wäre es denn, den Sponsoren zu danken und den Verantwortlichen ein Lob aussprechen. In der momentanen Situation ist das bestimmt nicht selbstverständlich. Ich begrüße den Deal.
  • Also doch Kohle vom Metzger, very interessant
  • Am selben Tag über Umwege doch Geld von Tönnies anzunehmen und sich gleichzeitig von Stephan Brandner richtigerweise zu distanzieren, ist genau die Art von Heuchelei, die Schalke inzwischen seit Jahren verkörpert.
  • Nach vorne propagieren, dass man mit Tönnies nichts mehr macht, aber hinten rum das Geld nehmen.
 
 

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