FC Schalke 04: Klartext von Ex-Manager Heidel: „Wir reden hier von…“

Christian Heidel war fast drei Jahre lang Manager beim FC Schalke 04.
Christian Heidel war fast drei Jahre lang Manager beim FC Schalke 04.
Foto: imago/Revierfoto

Christian Heidel kann gut nachvollziehen, dass sein ehemaliger Arbeitgeber FC Schalke 04 in der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten gerät.

Der frühere Manager des FC Schalke sagte im Gespräch mit dem Sport-Portal „Spox“: „Wir reden hier nicht über eine kleine Delle, wir reden darüber, dass einem Fußballverein Einnahmen in einer Größenordnung von 15 bis 25 Millionen wegfallen. Ich möchte den erleben, der in seinen Planungsrechnungen einen Puffer von 15 bis 25 Millionen Euro einplant.“

FC Schalke 04: Heidel spricht über Ex-Klub

Der Revierclub selbst hatte zuletzt von einer „potenziell existenzbedrohenden wirtschaftlichen Situation“ gesprochen. Wegen der Corona-Krise wird in der Bundesliga derzeit nicht gespielt. Die Liga plant, von Mai an die Saison ohne Zuschauer zu Ende zu spielen. Dabei würden zwar fest eingeplante Zuschauereinnahmen wegfallen, dies würde aber wichtige TV-Gelder garantieren.

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Das ist Christian Heidel:

  • Geboren am 2. Juni 1963 in Mainz
  • Von 1992 bis 2016 war Heidel als Manager beim FSV Mainz tätig. 2004 führten Heidel und Trainer Jürgen Klopp die Mainzer erstmals in die Bundesliga.
  • 2016 wechselte Heidel ins Management von Schalke 04. Nach einer mäßigen ersten Saison wurde Schalke mit dem Manager Heidel in der Spielzeit 2017/18 Vizemeister.
  • Vor dem Ende einer verkorksten Saison 2018/19 wurde sein Vertrag auf Schalke aufgelöst.

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Dass Schalke als großer Klub aktuell ein größeres Problem habe als andere Bundesligisten, hat laut Heidel auch mit der Struktur als eingetragener Verein zu tun. Andere Klubs hätten im Gegensatz zu Schalke bereits Anteile verkauft und so mehr Eigenkapital. „Ob das der bessere Weg ist, weiß ich nicht. Es ist auf jeden Fall der einfachere“, sagte Heidel, der von 2016 bis 2019 auf Schalke gearbeitet hatte.

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Gliedert Schalke die Profiabteilung aus?

„Wenn man aber 100 Prozent seiner Anteile hat und einem irgendwann einmal Stadion und Klubgelände gehören, ist das vielleicht der bessere Weg. Ob das aufgrund des Wettbewerbs auf Dauer durchzuhalten ist, wird sich zeigen“, meinte der 56-Jährige weiter. Auch angesichts der aktuellen Lage gibt es beim Revierclub eine Debatte darüber, die Profiabteilung aus dem Gesamtverein auszugliedern. (dhe/dpa)

 
 

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