Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Bewegende Naldo-Doku! In diesem Film verrät der S04-Star: „Das war meine schlimmste Zeit“

Naldo ist beim FC Schalke 04 zum Publikumsliebling geworden.
Naldo ist beim FC Schalke 04 zum Publikumsliebling geworden.
Foto: imago/DeFodi

Gelsenkirchen. Naldo verblüfft in dieser Saison die Bundesliga.

Der Innenverteidiger des FC Schalke 04 ist nach Claudio Pizarro der älteste Feldspieler der Liga, doch trotz seiner 35 Jahre zeigt der Brasilianer im Wochenrhythmus überragende Leistungen. Grund genug für den NDR, dem „Bundesliga-Urgestein in seinem x-ten Frühling“ einen Doku-Film zu widmen.

In der 30-minütigen Dokumentation skizziert Redakteurin Inka Blumensaat die eindrucksvolle Karriere des Schalker Publikumslieblings. 2005 ging es für Naldo bei Werder Bremen so richtig los. Nach hartnäckigen Knieverletzungen wechselte er 2012 zum VfL Wolfsburg. Weil Sportdirektor Klaus Allofs dem damals 33-jährigen Naldo nicht mehr das große Vertrauen schenkte, ließ er den Abwehrspieler ablösefrei zu Schalke gehen, wo Naldo nun nochmal richtig durchstartet.

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Naldo: „Heidel hat an mich geglaubt“

„Christian Heidel hat an mich geglaubt, und ich kann mich dafür nur bei ihm bedanken“, sagt Naldo über Schalkes Manager, dem mit der Verpflichtung ein großer Coup gelang.

Auf Schalke ist Naldo eine wichtige Führungspersönlichkeit. „Auf Schalke nennen mich alle Papai“, verrät er: „Ich bin wie ein Vater für viele Spieler. Sie vertrauen mir, und ich gebe das Vertrauen auch zurück.“

Sein vergleichsweise hohes Alter stört ihn keineswegs: „Ich fühle mich jung, mein Herz ist immer noch jung. Immer bin ich im Austausch mit Ärzten und Physiotherapeuten. Aber es klappt.“

Trauer um Junior Malanda

Thomas Schaaf, Naldos langjähriger Trainer bei Werder Bremen, schwärmt auch heute noch von dem großgewachsenen Innenverteidiger – auch wenn bei Werder nach der Verpflichtung Naldos zunächst Skepsis geherrscht hatte: „Wenn man an Brasilianer denkt mit ihrem Temperament und ihrem eigenen Kopf, dann wusste man nie, was man da bekommt. Aber die ganzen Klischees, die man bei brasilianischen Spielern vielleicht schon malt hat, das hat alles bei ihm nicht stattgefunden. Er war immer sehr konzentriert, sehr engagiert, sehr fokussiert.“

In der Dokumentation berichtet Naldo von der schwierigsten Phase seiner Karriere, als im Januar 2015 sein Wolfsburger Teamkollege Junior Malanda bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. „Das war für mich in meiner Fußballerkarriere die schlimmste Zeit. Er war ein Junge mit einem solch guten Herzen“, erzählt Naldo.

Naldo über sein 4:4 im Derby: „Das bleibt für immer!“

Das NDR-Team besucht in der Doku auch Naldos Heimat Londrina im Süden Brasiliens. Sein Bruder erinnert sich, warum Naldo als Innenverteidiger so torgefährlich geworden ist: „Er war lange Zeit ein Stürmer. Er wollte immer Tore schießen.“

Heute wohnt Naldo mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Düsseldorf. Vor Jahren hatten die beiden bereits die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen. Nach seiner Karriere möchte die Familie in Deutschland bleiben.

Und von der wohl schönsten Erinnerung seiner bewegenden Bundesliga-Karriere schwärmt Naldo ganz am Ende des Films. „Das 4:4 im Derby in Dortmund - das bleibt für immer!“

Hier kannst du die Doku sehen.

 
 

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