FC Schalke 04: Klub-Bosse ohne Maske auf der Tribüne – jetzt reagiert der DFB

Die Schalke-Bosse saßen beim Spiel von S04 in München ohne Masken direkt nebeneinander.
Die Schalke-Bosse saßen beim Spiel von S04 in München ohne Masken direkt nebeneinander.
Foto: imago images/MIS

Als wären die acht Gegentreffer bei der peinlichen Pleite in München nicht schon genug gewesen, schossen die Vereinsbosse des FC Schalke 04 auf der Tribüne auch noch ein gewaltiges Eigentor.

Beim 0:8 der Königsblauen zum Bundesliga-Auftakt in der Münchner Allianz Arena saßen die Verantwortlichen des FC Schalke „unmittelbar neben- beziehungsweise hintereinander, ohne den vom Konzept vorgegebenen Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten beziehungsweise einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen“, wie der DFB es in einer Mitteilung formulierte. Gleiches galt auch für die Vereinsbosse des FC Bayern.

Rudi Assauer († 74): Die Höhepunkte seiner Karriere
Rudi Assauer († 74): Die Höhepunkte seiner Karriere

Schalke und Bayern ermahnt

Zunächst will der Kontrollausschuss des Deutschen Fußballbundes auf die Einleitung eines Verfahrens verzichten. Schließlich hätten beide Klubs das Hygienekonzept ansonsten bisher vorbildlich verfolgt. Zudem hätten die Verantwortlichen beider Vereine das Fehlverhalten bereits eingesehen und für die Zukunft Besserung gelobt.

Statt eines Ermittlungsverfahrens beließ der DFB es bei einer Ermahnung. Beide Vereine wurden explizit dazu aufgefordert, „in Zukunft die Bestimmungen des Konzeptes genauestens zu beachten“. Sollten Schalke oder Bayern erneut gegen das Hygienekonzept verstoßen, müssen die Vereine mit einer Anklageerhebung vor dem DFB-Sportgericht rechnen.

Eine Ermahnung gab es nicht nur für Schalke und die Bayern, sondern auch für Eintracht Frankfurt. Zwei Spieler der SGE hatten nach dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld ihre Kinder in den Innenraum des Stadions geholt. Der Stadioninnenraum gilt allerdings als geschützte Zone und darf nicht von Angehörigen der Spieler betreten werden.

------------------------

Mehr Schalke-News:

------------------------

Harte Strafen in der NFL

Dass Verstöße gegen Hygienekonzepte im Profisport auch deutlich härter bestraft werden können, bewies die NFL am vergangenen Wochenende. Die nordamerikanische Football-Liga verdonnerte drei Cheftrainer zu einer Geldstrafe von je 100.000 Dollar (85.000 Euro), weil sie an der Seitenlinie vorübergehend keine Masken trugen: Vic Fangio von den Denver Broncos, Kyle Shanahan von den San Francisco 49ers und Pete Carroll von den Seattle Seahawks.

Die drei Vereine mussten zusätzlich 250.000 Dollar (214.000 Euro) Strafe zahlen.

>>> FC Schalke 04: In der hitzigen T-Frage fällt jetzt auch DIESER Name

Schalke hat andere Probleme

Mit solchen Randgeschichten kann sich der FC Schalke 04 eigentlich gerade nicht beschäftigen. Nach nur einem Spieltag brennt bei S04 schon wieder der Baum. Trainer David Wagner steht heftig in der Kritik. Es werden bereits Nachfolger gehandelt. Sportboss Jochen Schneider setzte ihn jetzt unter Druck! (dhe)

 
 

EURE FAVORITEN