Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Alessando Schöpf ist bereit für einen längeren Einsatz im Schalke-Trikot

Comeback: Schalkes Alessandro Schöpf (r.) kam für Max Meyer ins Spiel.
Comeback: Schalkes Alessandro Schöpf (r.) kam für Max Meyer ins Spiel.
Foto: firo
  • Gegen Hertha BSC feierte Alessandro Schöpf sein Comeback für den FC Schalke 04
  • Nun will er auch wieder von Beginn an ran

Gelsenkirchen. Alessandro Schöpf strahlt in diesen Tagen die pure Freude am Job aus. Nach halbjähriger Verletzungspause ist Schalkes Dauerrenner wieder fit, erzielte am Sonntag beim 4:0-Sieg der S04-Reserve über die Sportfreunde Siegen ein Tor.

Nach dem Mittwochs-Training legte der 23-Jährige zusammen mit Breel Embolo, Weston McKennie und Torwart Ralf Fährmann eine Extra-Schicht ein. „Wir haben Torschüsse gegen Ralf gemacht. Weston und ich haben sechsmal getroffen, Breel dreimal. Wer daneben gezielt hat, musste zur Strafe fünf Liegestütze machen“, so Schöpf lachend. Wir unterhielten uns mit dem österreichischen Nationalspieler über seine lange Leidenszeit und den neu geweckten Tatendrang.

Alessandro Schöpf, Sie sind endlich wieder fit. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie zuletzt in Berlin für ein paar Minuten eingewechselt wurden?

Alessandro Schöpf: Ich habe mich riesig gefreut. Endlich wieder spielen zu können, das ist eine Super-Nachricht. Da ich in letzter Zeit wenig Wettkampfpraxis hatte, war es ideal, auch am Sonntag noch für unsere zweite Mannschaft aufzulaufen. Es war abgesprochen, dass ich gegen Siegen rund 70 Minuten spiele.

Am Freitag kommt der FSV Mainz 05 zum Bundesliga-Duell in die Veltins-Arena. Haben Sie schon genug Kraft für 90 Minuten?

Schöpf: Ich bin bereit! Ob es für 90 Minuten reicht, weiß ich nicht, weil in der Bundesliga sicherlich ein anderes Tempo herrscht als in der Oberliga, wo ich zuletzt gespielt habe. Aber, wenn Trainer Domenico Tedesco mich bringt, dann würde ich mich auskotzen, so lange es geht. Und dann würde halt der Nächste reinkommen.

Denken Sie in Zweikämpfen noch an die Kreuzbandverletzung, die Sie sich im April beim 4:1-Sieg in Leverkusen zugezogen haben?

Schöpf: Nein, die Sache ist gegessen. Ich versuche, mich auf meine Leistung und den Fußball zu konzentrieren. Ich habe die Verletzung hinter mir gelassen. Jetzt blicke ich optimistisch nach vorne. Wir wollen jetzt gegen Mainz und Wolfsburg unsere Heimstärke ausbauen.

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Wie schätzen Sie die Mainzer ein?

Schöpf: Mainz hat jetzt gegen Hamburg gewonnen, sie sind ein schwerer Gegner und kommen mit Selbstvertrauen zu uns. Sie werden versuchen, bei uns Punkte zu stehlen. Das wollen wir natürlich verhindern. Wenn wir gegen Mainz und Wolfsburg zuhause gewinnen sollten, könnten wir uns mit diesen sechs Punkten oben festsetzen. Aber jetzt konzentrieren wir uns erstmal auf die Mainzer und das folgende Pokalspiel am Dienstag in Wehen Wiesbaden.

Sind Sie eigentlich ein geduldiger Mensch?

Schöpf: Nein, ich bin ziemlich ungeduldig. Dieser Kreuzbandriss war die erste schwere Verletzung überhaupt in meiner Karriere. Du kannst halt nicht viel machen. Insgesamt war es keine gute Zeit für mich. Das Ganze war schwierig zu verdauen, aber man lernt, auch damit umzugehen. Man sieht die Dinge mit anderen Augen. Vorher habe ich mich über Kleinigkeiten aufgeregt, das mache ich jetzt nicht mehr.

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