Erste Strafanzeige im Streit um Schalker Fan-Club Verband

Im Zentrum der Affäre: der langjährige SFCV-Chef Rolf Rojek.
Im Zentrum der Affäre: der langjährige SFCV-Chef Rolf Rojek.
Foto: Matthias Graben / WAZ FotoPool
Ein Fanclub erhebt brisante Vorwürfe gegen den SFCV und Schalke 04, es geht um Untreue und Insolvenzverschleppung. Nun liegt eine erste Anzeige vor.

Gelsenkirchen. Der Streit um den Schalker Fan-Club Verband (SFCV) zieht immer weitere Kreise. Nun wurde bei der Staatsanwaltschaft Bonn die erste Strafanzeige erstattet. Begründet wird diese mit dem Verdacht der Insolvenzverschleppung (§ 15a Abs. 4 InsO) und mit dem Verdacht der Untreue (§266 StGB) zu Ungunsten des FC Schalke 04. Die Strafanzeige, die der WAZ vorliegt, bezieht sich inhaltlich auf die brisanten Vorwürfe, die der Schalke-Fanclub „Ruhrknappen Bottrop“ am Mittwochabend über seine Homepage gegen den SFCV und insbesondere gegen dessen langjährigen Chef Rolf Rojek erhoben hatte.

10.000 Euro Weihnachtsgeld?

Dabei geht es unter anderem um Darlehen in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro. Der Verein Schalke 04 habe Rojek aus einer „wirtschaftlichen Schieflage“ geholfen, das Geld sei aber nicht zurückgeführt worden. Schalke habe die „Zahlungen von der Ticket & Secure GmbH aus getätigt“ – so hätte das Geschäft nicht vom Aufsichtsrat genehmigt werden müssen. An anderer Stelle behaupten die „Ruhrknappen“, der heutige SFCV-Chef Frank Arndt habe seiner Schwägerin „wegen besonderer Verdienste um den Verein“ Weihnachtsgratifikationen von 10.000 Euro netto gewährt – „bezahlt von Beiträgen der Fanclubs und den Geldern, die Schalke offiziell zuschießt“.

Schalke hofft, dass der vom SFCV eingesetzte Wirtschaftsprüfer Licht ins Dunkel bringt. „Diesen Prozess begrüßen und unterstützen wir und warten die Ergebnisse ab“, erklärte Schalkes Mediendirektor Thomas Spiegel auf Anfrage.

 
 

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