EM-Traum geplatzt - Draxler muss zu Hause bleiben

Das hatte er sich anders erhofft: Schalkes Julian Draxler muss noch auf sein erstes großes Turnier mit der Fußball-Nationalmannschaft warten.
Das hatte er sich anders erhofft: Schalkes Julian Draxler muss noch auf sein erstes großes Turnier mit der Fußball-Nationalmannschaft warten.
Foto: imago
Aus der Traum von der ersten Fußball-EM: Bundestrainer Joachim Löw hat Schalkes Julian Draxler nicht für seinen EM-Kader berücksichtigt. "Es ist anders gekommen", sagte der 18-Jährige. Nur Kapitän Höwedes ist aus den Reihen der Königsblauen dabei.

Gelsenkirchen.. Ein schönes Debüt war es ja nicht. Aber nach seinem ersten Einsatz im DFB-Trikot – bei den Männern, wohlgemerkt – machte Julian Draxler einen ausgeglichenen Eindruck, fast einen coolen. „Dass wir das Spiel verloren haben, ist natürlich ärgerlich“, sagte der 18-Jährige, der der 41. deutsche Nationalspieler in der Geschichte des FC Schalke 04 ist, nach der 3:5-Pleite in Basel gegen die Schweiz. „Aber wir sind noch in der Aufbauphase für die EM. Es ist besser, dass so etwas jetzt passiert als später beim Turnier.“

Dabei sein wird er bei dieser Europameisterschaft jedoch nicht. Bundestrainer Joachim Löw reduzierte sein Aufgebot am Montag von 27 Akteuren auf 23 und strich den Schalker. „Natürlich wäre ich gern mit nach Polen und in die Ukraine geflogen. Es ist anders gekommen – jetzt drücke ich dem Team erst mal die Daumen, dass es den EM-Titel gewinnt“, sagte Julian Draxler. „Die Einladung in den erweiterten EM-Kader war für mich schon ein Riesenerfolg.“

Julian Draxler bedankt sich bei Bundestrainer Löw

Klar: Dass er ein bisschen enttäuscht ist, konnte Julian Draxler nicht verheimlichen. Das ändert jedoch nichts daran, dass er seinen ersten Länderspiel-Einsatz – er kam in der 62. Minute für Lukas Podolski – am Samstag genossen hat. „Es war eine große Ehre für mich. Ich freue mich riesig und bin dem Bundestrainer sehr dankbar, dass er mir diese Chance gegeben hat“, sagte der Berger-Feld-Schüler. „Ich war natürlich nervös, aber im Grunde ruhiger, als ich gedacht hätte. Bei meinem ersten Spiel in der Bundesliga war ich deutlich aufgeregter.“ Das war am 15. Januar 2011, als er beim 0:1 gegen den Hamburger SV in der 83. Minute eingewechselt worden war.

Letztendlich zog Julian Draxler, der mit seinen Teamkollegen am Sonntag nach einem Hubschrauber-Flug live beim Formel-1-Rennen in Monte Carlo beim Großen Preis von Monaco war, jedoch ein positives Fazit. „Ich bin nicht unzufrieden“, sagte Schalkes Nummer 31. „Ich habe noch den einen oder anderen Akzent setzen können, auch vor dem Tor von Marco Reus zum 2:3. Es ist aber auch völlig klar, dass ich noch Steigerungspotenzial habe, das gilt für mich genauso wie für die Mannschaft.“

Auch Schalkes Huntelaar verlor im Testspiel mit den Niederlanden

Wie das Aus für Julian Draxler hatten Experten auch dies prognostiziert: Der zweite Schalker, der am Samstag als rechter Verteidiger eingesetzt wurde, hat seinen Platz für das Turnier um die Europameisterschaft sicher: Benedikt Höwedes. 78 Minuten spielte der 24-Jährige, ehe er ausgewechselt wurde und Sven Bender von Borussia Dortmund in die Partie kam.

Allerdings waren nicht nur Benedikt Höwedes und Julian Draxler mit der deutschen Mannschaft am Samstag nicht in EM-Form. Eine Niederlage setzte es auch für Klaas-Jan Huntelaar und die Niederlande, die am 13. Juni (Mittwoch) Gruppengegner der DFB-Auswahl sein werden. In Amsterdam patzte die Elftal nach einer 1:0-Führung mit 1:2 gegen Bulgarien. Dabei hatte der Bundesliga-Torschützenkönig in der Startelf gestanden, ehe er in der 77. Minute durch Arjen Robben vom FC Bayern München ersetzt wurde. Indes kam Kyriakos Papadopoulos in Kufstein beim 1:1 Griechenlands gegen Slowenien nicht zum Einsatz. Bereits in der Bundesliga-Schlussphase hatte der 20-Jährige wegen einer Adduktoren-Verletzung gefehlt.

 
 

EURE FAVORITEN