Ekel-Fans aus Köln werfen mit Urin-Bechern auf Schalker

Kölner Fans randalierten beim Spiel auf Schalke - und warfen mit Bechern voll mit Urin. (Foto: Getty Images)
Kölner Fans randalierten beim Spiel auf Schalke - und warfen mit Bechern voll mit Urin. (Foto: Getty Images)
Foto: Bongarts/Getty Images
Dass zwischen den Schalker Fans und den Fans des 1. FC Köln keine Freundschaft herrscht, ist bekannt. Beim Samstagsspiel ist diese „Fan-Fehde“ jedoch unschön ausgeartet: Mit Urin und Kot gefüllte Bierbecher flogen in Richtung Schalker Fans.

Gelsenkirchen. Fußball-Fans richten sich nicht nach Knigge. Das ist nichts Neues. Pöbeln, Biertrinken und herbe Sprüche gehören für viele zum Stadionbesuch dazu. Doch was am Samstag auf Schalke passierte, war nicht mehr feierlich: Beim Bundesligaspiel Schalke 04 gegen den 1. FC Köln flogen aus dem Kölner Fanblock zwei mit Urin gefüllte Bierbecher in Richtung Schalker Fans.

„Ein Zeuge sah sogar, wie eine Person in diesem Block Kot in einen Bierbecher legte. Auch dieser Becher wurde in Richtung Fans geworfen“, schildert Konrad Kordts, Sprecher der Gelsenkirchener Polizei. Die Ausschreitungen habe die Polizei „beweissicher festgehalten“, die Personalien von drei Tatverdächtigen wurden festgestellt. Die Ermittlungen wegen Körperverletzung laufen. Insgesamt wurden neun Besucher der Arena Auf Schalke wegen Körperverletzung, Widerstand, Sachbeschädigung, Beleidigung oder Verstoß gegen das Betäubungsmittel-Gesetz kurzzeitig festgenommen.

Eingeschlagene Scheibe schon vor dem Spiel auf Schalke

Bereits vor dem Spiel auf Schalke war es schon zu einer kurzfristigen Rangelei gekommen. In einem Bus wurde eine Scheibe eingeschlagen. Als die Fahrgäste in andere Busse umsteigen mussten, kam es zu einem „Scharmützel“, wie Kordts es nennt. Passiert sei nichts. Derjenige, der die Scheibe einschlug, wurde nicht gefunden.

61.000 Besucher im Stadion – und nur wenige, die sich so sehr daneben benehmen. Doch genau auf sie ist die Gelsenkirchener Polizei vorbereitet. „Ein Spiel zwischen Schalke und Köln ordnen wir als Brisanz-Spiel ein“, erklärt Kordts. „Da sind wir immer mit mehr Polizei-Kräften im Einsatz als zum Beispiel bei einem Spiel gegen Nürnberg.“ Das Konzept der Polizei, die Fans der zwei Vereine voneinander zu trennen, sei zumindest aufgegangen. Bis auf die Becher werfenden Fans im Kölner Block natürlich.

Die Mitglieder der „Wilden Horde“ vom 1. FC Köln sind in der Fan-Szene berüchtigt. Laut Gewerkschaft der Polizei seien diese sogenannten Fans schon mehrfach durch Gewalttaten aufgefallen. So hatten in der vergangenen Saison Hooligans nach dem Spiel gegen den FC Bayern München Polizisten angegriffen und zwei Beamte verletzt. „Dass es nicht zu tödlichen Verletzungen des Polizisten gekommen ist, ist nur dem beherzten Eingreifen einer zur Hilfe geeilten Gruppe von Beamten der Bereitschaftspolizei zu verdanken“, so die GdP. Der Prozess gegen ein 19-jähriges und 20-jähriges Mitglied der „Wilden Horde“ stehen noch aus.

 
 

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