Ein Ex-Schalker will mit Sandhausen die Pokal-Sensation gegen Königsblau schaffen

Heute im Sandhausen-Dress, damals in S04-Kluft: Gerhard Kleppinger in der Saison 2002/2003 als Coach der Schalker Reserve.
Heute im Sandhausen-Dress, damals in S04-Kluft: Gerhard Kleppinger in der Saison 2002/2003 als Coach der Schalker Reserve.
Foto: firo
  • Ein alter Schalker ist jetzt Co-Trainer bei Sandhausen
  • Vor dem DFB-Pokalduell ist Gerdhard Kleppinger optimistisch und gibt seinem Chef recht

Die Schalker Bundesliga-Fußballer müssen an diesem Dienstag (18.30 Uhr) im Pokal-Achtelfinale beim SV Sandhausen ran. Gerhard Kleppinger, früherer Schalker Profi und jetzt Co-Trainer beim Zweitligisten Sandhausen, ist im Vorfeld optimistisch.

Sandhausens Cheftrainer Kenan Kocak hat mit einem Augenzwinkern gesagt, dass die Verpflichtung von Daniel Caligiuri für Schalke nicht ausreichen wird, um Sandhausen zu schlagen. Hat der Chef recht?

Gerhard Kleppinger: Ja! (lacht) Wir sind gut drauf, das schenkt uns die Hoffnung auf ein gutes Pokalspiel. Aber natürlich wissen wir die Situation realistisch einzuschätzen.

Warum erreicht der SV Sandhausen die nächste Runde?

Gerhard Kleppinger: Naja, wenn viele Faktoren zusammen kommen und wir das berühmte Glück haben, dann ist in so einem Spiel im Pokal alles möglich.

Auf was müssen sich die Schalker gefasst machen?

Gerhard Kleppinger: Auf eine lauf- und zweikampfstarke Mannschaft, die mit viel Leidenschaft alles in die Waagschale werfen wird.

Ist das Duell für Sie ein besonderes Spiel als Schalker?

Gerhard Kleppinger: Es ist schon ein besonderes Spiel, im Gegensatz zu den Ligaspielen, aber natürlich auch weil es gegen einen Verein geht, bei dem ich gespielt und trainiert habe. Zudem verfolge ich die Königsblauen regelmäßig und intensiv.

Haben Sie noch Kontakt?

Gerhard Kleppinger: Ja, vor allem zu meinem ehemaligen Weggefährte. Mit Bodo Menze tausche ich mich öfter aus.

Die Schalker haben die Erwartungen in dieser Saison bislang nicht erfüllt. Haben Sie eine Erklärung, warum das so ist?

Gerhard Kleppinger: Das ist aus der Entfernung schwer zu sagen. Sicher hat S04 derzeit viele Verletzte, auch brauchen Neuzugänge ihre Zeit um volle Leistung abrufen zu können. Da kommt viel zusammen.

Haben Sie das 1:1 in München gesehen? Wie ist Ihr Eindruck?

Gerhard Kleppinger: Ja, Schalke hat sehr kompakt agiert, war laufstark und hatte die besseren Chancen. Letztlich hätten sie den Sieg verdient gehabt.

Welchen Schalker Spieler hätten Sie gerne für Ihre Mannschaft?

Gerhard Kleppinger: Guido Burgstaller, den kenne ich noch sehr gut aus der zweiten Liga.

Schalke hat Guido Burgstaller aus der 2. Liga vom 1. FC Nürnberg geholt. Trauen Sie ihm den Durchbruch in der ersten Liga zu?

Gerhard Kleppinger: Auf jeden Fall, er ist ein schneller Spieler, schwer ausrechenbar, und er versteht es entscheidende Tore zu machen.

Als Sie noch für Schalke spielten, wurden Sie 1986 mit zwei Toren zum Derbyhelden. Wie war das?

Gerhard Kleppinger: Ein außergewöhnliches Gefühl nach einem 0:1 vor ausverkauftem Haus die Partie noch zu drehen.

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