Draxler war beim letzten Schalker Heimsieg gegen Bayer zwölf

In den vergangenen fünf Heimspielen gegen Leverkusen blieben Schalke 04 ohne Sieg. Am Donnerstag geht es aber nicht um das Spiel gegen Bayer - da wird über die Berufung verhandelt, in die die Schalker wegen der Europa-League-Sperre gegen Joel Matip gegangen sind.

Gelsenkirchen. Es gibt offensichtlich Redebedarf beim FC Schalke 04. Während die Fußball-Profis am Mittwochnachmittag bei strahlendem Sonnenschein ihr Aufwärmtraining absolvieren, steht auch Manager Horst Heldt auf dem Rasen. Er quatscht und lacht viel: mit Trainer Huub Stevens, mit Co-Trainer Markus Gisdol und auch mit Kapitän Benedikt Höwedes, der anschließend ein individuelles Programm absolviert. Indes absolviert Marco Höger nach seiner Oberschenkel-Verletzung wieder das volle Programm, während Christoph Metzelder weiterhin fehlt.

Drei Tage vor dem Bundesliga-Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen herrscht gute Stimmung bei den Königsblauen, die hoffen, dass es am Donnerstag eine gute Nachricht geben wird. Dann nämlich wird die Europäische Fußball-Union über die Berufung der Schalker gegen die Sperre von Joel Matip aus dem Achtelfinal-Hinspiel der Europa League gegen Twente Enschede verhandeln. Zwar war die Pause von einem Spiel für den 20-Jährigen nach dem Schalker Einspruch zunächst einmal bestätigt worden, nach eben jener Berufung aber bis zur Entscheidung ausgesetzt worden.

Die Heimbilanz gegen die Leverkusener ist jedoch alles andere als berauschend, die vergangenen fünf Partien in der Arena haben die Schalker nicht gewonnen . Davor, am 11. Februar 2006, hatte es das legendäre 7:4 gegeben. Julian Draxler war damals zwölf.

Schalke kämpft um Platz drei

Gründe zur schlechten Bilanz kann er auch gar nicht nennen. „Ich glaube, es wird mein erstes Heimspiel gegen Leverkusen“, sagt der 18-Jährige. Und was meint er, was am Samstagabend (18.30 Uhr, live im DerWesten-Ticker) für seine Mannschaft sprechen könnte? „Eigentlich alles! Wir haben die vergangenen drei Spiele gewonnen und super viel Selbstvertrauen.“ Genau das könnte der Werkself aus Leverkusen etwas abhanden gekommen sein. Nach dem 2:3 beim VfL Wolfsburg und dem 1:2 gegen Borussia Mönchengladbach steht das Team von Trainer Robin Dutt auf Rang fünf zwar nur einen Platz hinter dem FC Schalke 04, allerdings schon zehn Punkte.

Die Königsblauen könnten ihr Konto auf 53 Zähler und das Polster auf Leverkusen auf 13 Punkte ausbauen. „Das ist ein Spiel von sehr großer Bedeutung“, sagt deshalb auch Julian Draxler. „Und wenn wir es gewinnen sollten, dann kämpfen wir eher um den dritten als um den fünften Platz.“ Um die direkte Qualifikation für die Champions League.