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Dortmund - Schalke: Scheußliches Banner der „Hugos“ – S04: „Wir sind fassungslos“

Die Hugos zeigten wieder ein geschmackloses Plakat. Marc Bartra fordert deshalb jetzt Konsequenzen.
Die Hugos zeigten wieder ein geschmackloses Plakat. Marc Bartra fordert deshalb jetzt Konsequenzen.
Foto: imago images / RHR-Foto

Dortmund. Sie können es einfach nicht lassen! Doch dieses Banner ist an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten. „Immer noch 'ne Bombenidee, Freiheit für Sergej W.“ war im Schalke-Block beim Derby zwischen Dortmund - Schalke zu lesen.

Dortmund - Schalke: „Hugos“ mit diesem scheußlichen Banner

Urheber dürften wieder mal die Schalker Ultra-Gruppe „Hugos“ sein.

Die hatten schon im Hinspiel mit einem scheußlichen Plakat für Aufregung gesorgt. „Tod dem BVB, Freiheit für Sergej W.“, stand dort im Hinspiel zwischen Dortmund - Schalke auf einem Plakat drauf. (hier mehr dazu)

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Das Banner spielt auf die auf den Bombenschlag auf den BVB-Mannschaftsbus vor dem Champions League-Spiel gegen Monaco am 11. April 2017 an. Der Attentäter Sergej W. hatte mit einer selbstgebastelten Sprengfalle für eine Explosion am BVB-Mannschaftsbus auf dem Weg zum Stadion gesorgt.

Der damals für den BVB aktive Marc Batra wurde verletzt. Er erlitt einen Unterarm-Bruch, ein Motorradpolizist zudem ein Knalltrauma. Der Spanier meldete sich auf Twitter zu Wort und fordert Konsequenzen: „Unerträglich, inakzeptabel und traurig. Ich hoffe, dass die zuständige Behörde angesichts dieser Tatsache geeignete Maßnahmen ergreift. Eine Sache ist die Rivalität im Fußball und eine andere fordert die Freiheit von jemandem, der mit dem Leben von 28 Menschen gespielt hat.“

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Sergej W. zu 14 Jahren Haft verurteilt

Sergej W. (29) wurde Ende November vom Dortmunder Schwurgericht wegen 28-fachen Mordversuchs und der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion zu 14 Jahren Haft verurteilt. Sein Ziel: BVB-Spieler töten, um die Aktie zum Einsturz zu bringen. Angeklagter und Staatsanwaltschaft haben Revision eingelegt.

Die Polizei hatte nach dem Banner im Hinspiel ermittelt. Das Problem: rechtlich steht es jedem frei, dem BVB-Attentäter die Freiheit wünschen, solange er ihn nicht aktiv befreien möchte. Die Polizei prüfte daher, ob „Tod dem BVB“ strafbar sei.

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Mittlerweile hat der Verein reagiert: „Das ist nur ein kleiner Teil unserer Fans und sind nicht die Werte, für die normalerweise der FC Schalke steht“, sagte Schalke-Trainer Huub Stevens am Sonntag dem TV-Sender Sky. „Wir sind fassungslos über diese Geschmacklosigkeit und haben uns entsprechend bei der Geschäftsführung des BVB entschuldigt“, teilte der Schalker Vorstand am Sonntag in einer Stellungnahme mit.

BVB-Fans antworten niveaulos

Doch auch manche BVB-Fans zeigten nicht unbedingt Niveau. „Rock'n Roll Schalke? Ihr Schwuchtel singt zu Kay One“, war auf einem Banner der Südtribüne zu lesen. Auch im Stadion kam es nach Abpfiff zu unschönen Szenen. Sie versuchten im Stadion den Block der Schalker zu stürmen und griffen in der zweiten Halbzeit das Vereinsheim der „Hugos“ an. (hier mehr dazu)

 
 

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