Doppelpass (Sport 1): Experte Steffen Freund mit rassistischer Aussage – Schalke reagiert prompt ++ Freund entschuldigt sich

Im Doppelpass bei Sport 1 vergriff sich Steffen Freund definitiv im Ton.
Im Doppelpass bei Sport 1 vergriff sich Steffen Freund definitiv im Ton.
Foto: imago images/HJS

Au weia, da hat sich Steffen Freund im Doppelpass (Sport 1) keine Freunde gemacht.

Der Experte hat im Doppelpass bei Sport 1 eine grenzwertige Aussage getroffen, die durchaus als rassistisch eingestuft werden muss. Dabei sprach Steffen Freund von Spielern des FC Schalke04. Der Klub reagiert sofort.

Doppelpass (Sport 1): Experte Freund trifft rassistische Aussage

Nabil Bentaleb und Amine Harit sind beim FC Schalke 04 in dieser Woche suspendiert worden. Steffen Freund versuchte ihren Charakter und ihr Verhalten mit ihrer Herkunft zu erklären. Im Wortlaut sagte er Folgendes:

Nabil Bentaleb kenne ich persönlich, Tottenham Hotspur, unglaublich viel Talent, einer der besten Spieler, im Endeffekt bei Schalke gelandet, aber ist französisch-algerischer Herkunft. Charakter. Wenn sie Kaderplaner haben, muss man wissen, dass da eine gewisse Aggressivität und Disziplinlosigkeit schnell kommt, wenn er nicht derjenige ist, der gesetzt ist.

Und weiter: „Dann muss man wissen auf Schalke: Malochen, das ist das allerwichtigste. Jeder Spieler muss bereit sein, sein Herz auszuschütten für den Verein. Und dann bin ich auch bei Harit, auch er kann das natürlich nicht mit diesen Wurzeln. Also falsche Spieler gekauft.

Schalke reagiert sofort

Im Netz wurde er für diese rassistische Wahrnehmung gleich verurteilt. Auch der FC Schalke 04 hat direkt auf die Aussagen von Ex-Fußball-Profi Steffen Freund reagiert.

„Die Denkpause für Harit und Bentaleb hat nichts mit deren Wurzeln zu tun! Sowas hat für uns grundsätzlich nichts mit der #Herkunft zu tun“, postete S04 auf Twitter.

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Freund versucht sich zu erklären

Freund versuchte im Doppelpass seine Aussage noch zu erklären: „Einen Punkt muss ich noch sagen, weil ich es gerade in den öffentlichen Medien gehört habe, dass das rassistisch rübergekommen ist."

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Und erklärte dann: „Also das war natürlich nicht so gemeint. Nur die Herkunft gerade von Nabil Bentaleb - algerisch-französische Herkunft, Armut - die einfach eine Rolle spielt, wie du als Mensch aufwächst und wie deine Mentalität ist. Wenn ihm bei Tottenham das Spiel nicht gefallen hat, hat er einfach das Trainingsfeld verlassen", so Freund weiter. Viel besser machte es das aber auch nicht.

Bentaleb reagiert auf Freund-Aussage

Auch Nabil Bentaleb hat auf Twitter auf die Aussagen von Steffen Freund reagiert. Mit einem leicht ironischen Unterton schrieb er: "Wenn er es mit so viel Finesse sagt. Klasse Steffen".

Wenig später meldete sich auch Freund selbst noch einmal zu Wort. Auf Twitter schrieb der TV-Experte: „Jeder der mich und meine Karriere als Spieler und als Trainer ein wenig kennt, weiß, dass ich jede Form von Rassismus zutiefst verabscheue.“ Hautfarbe, Glaube oder Herkunft seien nicht für die Leistungen eines Spielers entscheidend.

Freund weiter: „Niemand ärgert sich darüber mehr als ich, dass ich mich in der live Sendung leider so missverständlich ausgedrückt habe. Dafür möchte ich mich aufrichtig entschuldigen.“ (fs/the)

 
 

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