Gelsenkirchen

Die US-Boys wittern ihre Chance beim FC Schalke 04

Einer der Gewinner in der S04-Vorbereitung: Haji Wright (r.).
Einer der Gewinner in der S04-Vorbereitung: Haji Wright (r.).
Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen.  Wenn es nicht läuft, braucht es nicht viel, um positiv aufzufallen. „Ich wollte einfach spielen“, sagte Weston McKennie nach dem Testspielsieg in Paderborn. Das gelang ihm.

Und weil seine Nebenleute nicht gerade durch ein tolles Fußballspiel glänzten, stach McKennie dann doch irgendwie raus - obwohl er eben einfach spielte.

Nabil ist für die komplizierten Sachen da

„Ich bin neu in der Mannschaft, die komplizierten Sachen überlasse ich lieber Nabil“, sagte der Mittelfeldspieler nach dem Spiel. Weil seinem Nebenmann Bentaleb die komplizierten Sachen aber weitestgehend nicht gelangen, darf man McKennie als einen der wenigen Lichtblicke des Tests bezeichnen.

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Schon im ersten Testspiel bei der SpVgg Erkenschwick tat sich ein junger US-Amerikaner hervor: Haji Wright. Weil Schalke in dieser Partie aber gut war, reichte es zum Auffallen nicht, einfach zu spielen. Also machte der Nachwuchsstürmer vor einer Woche einfach vier Tore.

Viele Parallelen

Man könnte nun viele Parallelen zwischen den beiden Talenten, die bis zum Sommer noch in der A-Junioren-Bundesliga spielten, ziehen. Besonders auffällig ist aber: Sie bleiben beide auf dem Boden. Obwohl sie wiederholt positiv herausstechen.

„Ich bin noch neu in der ersten Mannschaft, ich will vor allem erst einmal lernen“, sagte McKennie nach dem Spiel in Paderborn. Er hörte sich ähnlich an wie Haji Wright nach seinem Vier-Tore-Spiel in Erkenschwick als dieser sagte: „Ich möchte gar nicht so sehr über meine Tore reden, sondern über die ganze Mannschaft.“

Beide sind bescheiden

So bescheiden die beiden auch sind, ehrgeizig sind sie natürlich trotzdem. „Klar, ich will auch spielen“, sagt McKennie. Und Trainer Domenico Tedesco stellt den beiden und allen jungen Spielern diese Chance in Aussicht.

„In den nächsten Wochen machen wir einen Cut und gucken, wen wir vielleicht noch verleihen und wer hier bleibt. Nicht nur Weston, auch die anderen jungen Spieler machen das sehr gut.“

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