Gelsenkirchen

Kommentar: Schalkes Vermarktung des Trikot-Ärmels ist ein Vorstoß in eine neue Dimension

Keine Angst vor einem schwarz-gelben Fleck auf dem Trikot von Schalke 04: „Darum haben wir uns gekümmert“, sagt Alexander Jobst, „das Logo ist schwarz-orange.“
Keine Angst vor einem schwarz-gelben Fleck auf dem Trikot von Schalke 04: „Darum haben wir uns gekümmert“, sagt Alexander Jobst, „das Logo ist schwarz-orange.“

Gelsenkirchen. Der FC Schalke 04 wird am Samstag die Saison mit dem schlechtesten Resultat seit acht Jahren beenden. Auch 2009 hatten die Königsblauen die Europapokal-Wettbewerbe verpasst – seitdem präsentierte sich der Klub Jahr für Jahr auch auf der internationalen Bühne.

Wem das lukrative Zusatzgeschäft entgeht, der muss sich auf dem Markt der Möglichkeiten als kreativ erweisen. Trotz sinkender Attraktivität gilt es, wichtige Spieler zu halten und Verstärkungen zu finden – das ist die Aufgabe von Sportchef Christian Heidel.

Schalke 04 ist ein Bravourstück gelungen

Sie ist aber nicht mit Kleingeld in der Tasche zu erledigen. Deshalb spielte Marketingchef Alexander Jobst mit Heidel Doppelpass. Die neue Vermarktung des Trikotärmels ist ein Bravourstück.

Mehr als 20 Millionen Euro in vier Jahren für ein Stückchen Stoff auf dem blauen Sportdress – dieser Vertrag ist ein Vorstoß in eine neue Dimension, damit ließen sich ungefähr zwei Jahre ohne Europa-League-Einnahmen verkraften. So aber darf Schalke nicht denken.

Schalke 04 hat eine finanzielle Lücke geschlossen

Der Klub hat jetzt zwar auf clevere Weise die durch einen sportlichen Rückschlag entstandene Finanzlücke geschlossen. Doch kein Werbevertrag kann den Erfolg auf dem Rasen ersetzen. Schalke darf kurz durchatmen, aber mit Anpfiff der nächsten Saison wird der Druck gewaltig werden.

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