DFL-Präsident Reinhard Rauball ist froh über Polizei-Rückkehr ins Schalke-Stadion

Der Polizeieinsatz in der Schalker Nordkurve hat für viele Diskussionen gesorgt.
Der Polizeieinsatz in der Schalker Nordkurve hat für viele Diskussionen gesorgt.
Foto: Friso Gentsch/dpa
Das Kräftemessen zwischen Innenminister Jäger und dem FC Schalke 04 über Polizeieinsätze in der Veltins-Arena ist beendet, die Polizei wird auch künftig in der Schalker Arena präsent sein - auch dank der Vermittlung von DFL-Präsident Reinhard Rauball, der die Entscheidung im Kurzinterview begrüßt.

Dortmund. Herr Rauball, jetzt sind Sie im Stadion, aber am Morgen waren Sie noch bei einem anderen Termin: Sie haben in Düsseldorf im Streit um Polizeieinsätze in der Veltins-Arena zwischen Schalke und Innenminister Jäger vermittelt. Wie verlief dieser Termin?

Reinhard Rauball: Das war ein sehr sachliches Gespräch, wobei die jeweiligen Standpunkte durchaus emotional vorgetragen wurden. Es ist aber immer gelungen, auf den Punkt zurückzukommen, der heißt lösungsorientiert und wie geht es weiter und wie kann man ein partnerschaftliches Miteinander aufbauen und Vertrauen wechselseitig aufbauen, um zu einer Vereinbarung zu kommen, wie sie heute gefunden wurde.

Wie froh sind sie, dass das Thema vom Tisch ist und inwieweit bestand die Gefahr, dass dies auch auf andere Vereine überschwappt?

Rauball: Diese Gefahr habe ich auch gesehen, dass wir aufpassen müssen, dass das kein Präzedenzfall ist und dass hier kein Flächenbrand entstehen kann. Deswegen habe ich bei einem Telefonat mit Minister Jäger, der mich über seine Schritte und seine Begründung informiert hat, gesagt, dass wir miteinander reden müssen - und zwar so schnell wie möglich.

Warum die Eile?

Rauball: Nächste Woche Mittwoch haben die Schalker ein Champions-League-Spiel, dann kommt Bayern München und wie das dann gehen soll, organisatorisch, da bedurfte es dann schon eines sehr frühen Termins. Samstagmorgen um halb zehn ist an sich nicht die Zeit, um nach Düsseldorf zu fahren und mit einem Minister zu verhandeln. Aber in dieser Sache war es wichtig und nötig und ich bin auch ganz froh, dass es zu diesem Ergebnis gekommen ist. (aufgezeichnet von Sebastian Weßling)

 
 

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