Gelsenkirchen

Darum hat Schalke-Trainer Tedesco Respekt vor Abstiegskandidaten

Schalke-Trainer Domenico Tedesco
Schalke-Trainer Domenico Tedesco
Foto: firo

Gelsenkirchen. Auf den Tabellenzweiten Schalke 04 warten jetzt zwei Auswärtsspiele in Folge gegen vermeintlich leichte Gegner. Am Freitag (20.30 Uhr/Eurosport Player) geht es zu Mainz 05. Am 17. März (Samstag, 18.30 Uhr/Sky) muss die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco beim VfL Wolfsburg ran.

Tedesco ist beim Gedanken an die beiden Aufgaben gegen Kellerklubs aber gar nicht wohl. Der 32-Jährige weiß aus eigener Erfahrung, wie Teams ticken, die mitten im Abstiegskampf stecken und jeden Zähler dringend benötigen, um sich Luft zu verschaffen.

„Wir treffen jetzt auf zwei Mannschaften, die unten drin stehen. Das Thema unten drin stehen löst gewisse Kräfte aus. Das habe ich letztes Jahr beispielsweise in Aue gemerkt. Da kannst du jede Mannschaft schlagen“, warnt Tedes­co.

Genau das wird er seinen Profis in der Vorbereitung auf die Spiele auch vermitteln. Der Trainer will keine böse Überraschung erleben.

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Tedesco kennt die Situation aus Aue

Auch Sportvorstand Christian Heidel sieht keinen Anlass für Schalke, sich als Tabellenzweiter beruhigt zurückzulehnen. „Wir gehen selbstbewusst in die nächsten beiden Auswärtsspiele, überheblich ganz sicher nicht. Die Bundesliga ist eng. Auch in Mainz wird es ganz, ganz schwierig. Anschließend in Wolfsburg wird es nicht einfacher. Sie sind ja nach ihrer Heimniederlage noch mehr hereingerutscht. Das sind jetzt zwei große Herausforderungen für uns.“

Mainz erkämpfte sich zuletzt in Unterzahl ein 0:0 beim Mitkonkurrenten Hamburger SV.

Tedesco erwartet auch am Freitag einen Kontrahenten, der seine Mannschaft aggressiv bekämpft: „Das ist ein Gegner, der uns das Leben schwer machen kann. Die Mainzer werden da alles reinpusten. Wir müssen in puncto Aggressivität und Mentalität zumindest gleichziehen. Ansonsten hast du keine Chance.“

Er kennt das aus Aue. Dort rettete er Erzgebirge im Mai 2017 nach sechs Siegen und zwei Unentschieden aus elf Spielen vor dem Absturz in die Dritte Liga.

Abgestürzt war zuletzt auch Schalkes Mittelfeldspieler Nabil Bentaleb, den Sportchef Heidel als Schalkes „besten Fußballer“ einstuft. Bentaleb funktionierte wochenlang nicht als Teamplayer, trainierte lasch. Die Konsequenz: ein Tribünenplatz.

Schalke-Trainer Tedesco: „Es freut mich für Nabil Bentaleb“

Zuletzt ging es aufwärts. Beim 2:2 in Leverkusen traf Bentaleb als Joker per Elfmeter. Beim 1:0 über Hertha BSC leitete der Algerier das entscheidende Tor mit einer Spielverlagerung ein. „Es freut mich für ihn, weil in den letzten Wochen nicht alles gut war. Wichtig ist immer, das Thema anzusprechen, weil Nabil ein enorm junger Spieler und jemand ist, den wir auf unserer Seite haben möchten. Das haben wir“, sagt Tedes­co.

Der Trainer weiß, dass es in den Duellen mit Abstiegskandidaten nicht nur auf Mentalität, sondern auch auf Qualität ankommt. „Nabil war jetzt sehr engagiert, ist super viel gelaufen“, so Tedesco. Diese Tugenden sind auch gegen Mainz gefragt.

 
 

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