Gelsenkirchen

Christian Heidel – wackelt sein Thron auf Schalke? Diese Nachfolger sind schon im Gespräch

Christian Heidel und Schalke - wie lange bleibt die Zusammenarbeit noch bestehen?
Christian Heidel und Schalke - wie lange bleibt die Zusammenarbeit noch bestehen?
Foto: imago/DeFodi

Gelsenkirchen. Sind die Tage von Christian Heidel beim FC Schalke 04 gezählt?

Wie die „BamS“ berichtet, soll eine Verlängerung seines bis 2020 gültigen Vertrages auf Schalke derzeit ausgeschlossen sein. Wahrscheinlicher sei demnach, dass Christian Heidel und der FC Schalke ihre Zusammenarbeit vorzeitig beenden. Zudem gibt es bereits Spekulationen um mögliche Nachfolger.

Christian Heidel und Schalke – folgt die Trennung?

Dem Bericht zufolge sehe Schalke in Christian Heidel den Hauptverantwortlichen für die sportliche Krise. Schließlich gebe es eine lange Liste von Spielern, die Christian Heidel für viel Geld zu Schalke holte und dann enttäuschten:

  • Breel Embolo: Kam 2016 für 26,5 Millionen Euro vom FC Basel. In zweieinhalb Jahren erzielte der verletzungsanfällige Stürmer gerade mal sieben Liga-Treffer für Schalke.
  • Nabil Bentaleb: Kam 2017 für 19 Millionen Euro von Tottenham Hotspur. In der Vizemeister-Saison war der Algerier oft Bankdrücker. In der aktuellen Spielzeit ließ der Mittelfeldspieler sein Talent nur selten aufblitzen.
  • Sebastian Rudy: Kam 2018 für 16 Millionen Euro vom FC Bayern. Der Tedesco-Wunschspieler saß in der Hinrunde oft auf der Bank. Wenn er dann mal spielte, blieb er weit hinter seinen Erwartungen zurück.
  • Omar Mascarell/Suat Serdar: Kamen 2018 für jeweils 10 Millionen Euro – Mascarell von Real Madrid, Serdar aus Mainz. Gemeinsam mit Rudy sollten sie die Lücke im Mittelfeld-Zentrum schließen, die Leon Goretzka und Max Meyer mit ihren Abgängen hinterließen. Serdar stand zwar regelmäßig in der Startelf, drückte dem Schalker Spiel aber selten seinen Stempel auf. Mascarell stand häufig nicht mal im Kader.

Christian Heidel: Wird ihm die Transferbilanz zum Verhängnis?

Für diese fünf Spieler alleine gab Christian Heidel mehr als 80 Millionen Euro aus. Und was nahm Schalke zuletzt bei den Verkäufen eigener Leistungsträger ein? Bei Thilo Kehrer kassierte Schalke für dessen Wechsel zu Paris Saint-Germain 37 Millionen Euro. Aber Leon Goretzka, Max Meyer oder Sead Kolasinac verließen Schalke ablösefrei.

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Diese Transfer-Bilanz könnte Christian Heidel den Job kosten, heißt es in dem Bericht. Das öffentliche Hickhack zwischen Christian Heidel und Vorstandsboss Clemens Tönnies im vergangenen Herbst sei einer erfolgreichen Zukunft des Managers nicht zuträglich gewesen.

Christian Heidel: Boldt oder Heldt als Nachfolger?

Jonas Boldt wird bereits als Nachfolger von Christian Heidel gehandelt. Der 37-Jährige hört bei Bayer Leverkusen auf, um sich einer neuen Herausforderung zu stellen. Findet er diese Herausforderung auf Schalke?

Auch eine Rückhol-Aktion von Horst Heldt steht im Raum. Der aktuelle Hannover-Manager war schon von 2011 bis 2016 auf Schalke tätig. In den fünf Jahren erreichte Schalke dreimal die Champions League und zweimal die Europa League.

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Nach der enttäuschenden Hinrunde und der chaotischen Winterpause brodelt es auf Schalke. Es ist wie so oft im Fußball: Das einzige, was Schalke gerade hilft, sind Erfolge.

Wie gut, dass am Sonntagabend die Rückrunde startet. Mit einem Sieg gegen den VfL Wolfsburg kann Schalke einen ersten Schritt Richtung Krisenbewältigung machen. Die Königsblauen sollten jedoch gewarnt sein. Wolfsburg holte in den vergangenen sechs Spielen 16 Punkte - kein Bundesliga-Team holte in diesem Zeitraum mehr Zähler.

 
 

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