BVB schlägt Schalke im Westfalenpokal-Finale der U19-Teams

Die Schalker U19-Junioren unterlagen Borussia Dortmund 1:3 im Westfalenpokal-Finale.
Die Schalker U19-Junioren unterlagen Borussia Dortmund 1:3 im Westfalenpokal-Finale.
Foto: Funke Foto Services
Schalkes U19 verliert das Finale um den Westfalenpokal in Dortmund mit 1:3 und spielt in der nächsten Saison nicht im DFB-Pokal.

Dortmund.. Den Meisterpokal im Hinterkopf, den Westfalenpokal vor Augen. Keine leichte Aufgabe am Freitagabend für Schalkes U19-Mannschaft von Cheftrainer Norbert Elgert. Eine Aufgabe, der sie auch nicht gewachsen war. Die Königsblauen unterlagen im Endspiel des Westfalenpokals mit 1:3. Zur Halbzeit stand es schon 0:3.

Die Schalker liefen im letzten Spiel dieser langen Saison in neuer Kluft auf, die Hosen waren petrol-blau, die Trikots weiß, aber in dieser für Schalke ungewohnten Farbe am Kragen untersetzt. Und dann gab es vor dem Spiel auch noch Blumen vom Gastgeber, mit blau-weißer Schleife – die Glückwünsche des Reviernachbarn zur Deutschen Meisterschaft. Offenbar kein gutes Omen für das Pokalendspiel. Die Partie war gerade mal zwei Minuten alt, da führte der BVB schon mit 1:0. Nach einem Freistoß von Pascal Stenzel stand Lars Dietz am langen Pfosten frei und köpfte den Ball über Schalkes Keeper Janik Schilder hinweg ins Tor.

Schalke gewann kaum einen Zweikampf gegen den BVB

Schalke fand überhaupt keinen Zugriff auf die Partie, spielte viele Fehlpässe und gewann kaum einen Zweikampf. Und so dauerte es nur bis zur elften Minute, bis die Schwarz-Gelben erneut zur Stelle waren. Nach einem einfachen Pass in die Schnittstelle der Viererkette holte Janik Schilder Sören Dieckmann von den Beinen und Schiedsrichter Florian Exner entschied auf Elfmeter. Pascal Stenzel trat an, schoss in die Mitte und traf.

Erst in der 23. Minute brachten die Schalker den ersten Torschuss zustande. Hendrik Lohmar kam zehn Meter vor dem Tor freistehend zum Schuss, doch BVB-Keeper rettete mit einer starken Parade. Schalke schwamm in der Defensive jetzt zwar nicht mehr so bedenklich, doch in der Offensive fehlten der Zug zum Tor und eine Spielidee. Torjäger Felix Schröter hatte erst nach einer guten halben Stunde die erste gute Szene, sein Schuss aus halbrechter Position ging links vorbei, das war knapp.

Dortmunder besonders bei Standards stark

Vier Minuten vor der Pause wurde der BVB wieder gefährlich. Hayrullah Alici setzte sich im Zweikampf gegen Thilo Kehrer durch, spielte auf Vincent Louis Stenzel, der aufs kurze Eck zielte. Janik Schilder rettete zur Ecke, die das 0:3 aus Schalker Sicht einleiten sollte. Denn wieder stand Dortmund Innenverteidiger Lars Dietz blank am zweiten Pfosten und nickte ein. Schalke war durch drei Standards schon so gut wie geschlagen.

Norbert Elgert reagierte, nahm Fabian Reese aus dem Spiel und brachte zur zweiten Halbzeit Phil Neumann. Schalke hatte jetzt wesentlich mehr Ballbesitz, aber die Dortmunder konzentrierten sich fast nur noch auf ihre Defensivarbeit, standen sehr kompakt und ließen keine Torchancen zu. Nur einmal, in der 90. Minute, fand Schalke das Loch in der Abwehr. Der eingewechselte Serhan Kot traf den Pfosten, den Abpraller nahm Daniel Koseler auf und spielte quer auf Felix Schröter, der einschob. Dieser Treffer kam zu spät, Dortmund siegte in diesem Pokalendspiel hochverdient.

Schalkes Co-Trainer Bartosch Gaul sagte: „In der ersten Halbzeit waren wir nicht anwesend. In der zweiten Hälfte zwar anwesend, aber nicht aktiv.“ Dass das gewonnene Endspiel um die Deutsche Meisterschaft noch in den Köpfen war, wollte Gaul nicht abstreiten. Als Ausrede für das verlorene Pokalendspiel wollte er diesen besonderen Erfolg aber nicht gelten lassen.

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