Auf Schalke „spricht nichts gegen" Trainer Keller

Die sportlichen Resultate sprechen für Jens Keller auf Schalke
Die sportlichen Resultate sprechen für Jens Keller auf Schalke
Foto: dpa
Schalke steht vor den Tagen der Entscheidung: Mit einem Sieg am Samstag gegen Stuttgart kann der vierte Platz vielleicht schon eingetütet werden. Und wenn dies gelingt, könnte Schalke auch klar Schiff in der Trainerfrage machen.

Gelsenkirchen. Das letzte Heimspiel der Saison ist für Schalke schon öfter ein schönes Fest gewesen: Vor einem Jahr etwa machten die Königsblauen mit einem 4:0-Sieg gegen Hertha BSC Berlin am 33. Spieltag die Champions-League-Teilnahme klar und hatten damit den rührenden Rahmen geschaffen, um Raúl einen rauschenden Abschied zu schenken. Ganz so emotional wird es diesmal zwar kaum zugehen, aber dennoch könnte Schalke auch nach dem letzten Heimspiel dieser Saison am Samstag gegen den VfB Stuttgart wieder etwas Ordentliches zu feiern haben.

Denn mit einem Sieg gegen Stuttgart kann der vierte Tabellenplatz (und damit die Teilnahme an der Qualifikationsrunde zur Champions League) eingetütet werden, sofern Verfolger Frankfurt nicht zeitgleich in Bremen gewinnt. Einen Spieltag vor Schluss wäre damit das (Minimal-) Ziel dieser Saison erreicht, und Schalke könnte auch in der Trainer-Frage für klare Verhältnisse sorgen.

Haben Ziel "noch nicht erreicht"

Hält Jens Keller den vierten Platz, hat er Argumente für eine Weiterbeschäftigung geschaffen, die von der Vereinsführung nur schwer ignoriert werden könnten. Bis dahin aber bleibt der 42-Jährige seiner Linie treu, zumindest öffentlich nichts einzufordern. Schließlich sei seine Mission, die ihm im Winter übertragen wurde, noch nicht ganz erfüllt, erklärte er am Freitag nach dem 1:0-Sieg in Mönchengladbach: „Wir haben ein Ziel ausgegeben, und das haben wir noch nicht erreicht.“

Seine Spieler gingen freilich schon einen Schritt weiter und formulierten erneut ein Plädoyer für Jens Keller. Mittelfeldspieler Roman Neustädter listete eine Reihe von Argumenten auf und kam zu dem Schluss: „Gegen den Trainer spricht nichts.“ Und Julian Draxler, der in Mönchengladbach das Siegtor schoss, sah es ganz pragmatisch: „Das Training macht Spaß, die Ergebnisse sind da, wir stehen auf dem vierten Platz, und da wollten wir hin – der Rest liegt beim Verein.“ Und der hat die Wahl zwischen Jens Keller – und Stefan Effenberg.

 
 

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