Aogo ist Schalker - Heldts Arbeit aber noch nicht beendet

Manfred Hendriock und Bastian Angenendt
Demnächst zusammen in Königsblau unterwegs: Dennis Aogo (l.) und Julian Draxler.
Demnächst zusammen in Königsblau unterwegs: Dennis Aogo (l.) und Julian Draxler.
Foto: dpa
Am Dienstag sicherte sich Schalke 04 die ersten Champions-League-Millionen, am Mittwoch gab es mit Dennis Aogo einen weiteren Neuzugang zu vermelden. Das ändert nichts daran, dass Valtentin Stocker und Waldemar Sobota weiter im Gespräch sind. Pukki und Barnetta könnten S04 indes verlassen.

Saloniki. Gelöst war die Stimmung im S04-Tross, als es am Flughafen von Thessaloniki daran ging, die Heimreise vom Play-off-Erfolg gegen PAOK anzutreten. Im Gepäck lagen der zweite Pflichtspielsieg der Saison, viel wichtiger noch: die ersten Champions-League-Millionen, und die Gewissheit, dass Dennis Aogo demnächst das Schalker Trikot trägt.

Der 26-Jährige wird am Mittwoch in Gelsenkirchen zum Medizincheck erwartet. "Wir gehen davon aus, dass heute alles über die Bühne geht und er morgen schon bei uns auf dem Platz steht", sagte Manager Horst Heldt. Der hatte sich zusammen mit dem Leihgeschäft bis zum Saisonende eine Kaufoption gesichert. Aogos Professionalität, die der HSV zuletzt wegen eines Mallorca-Kurztrips in Frage gestellt hatte, stehe für Heldt nicht zur Debatte. Unter anderem habe ihm ein Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw diese Sorge nehmen können.

Bereits am Samstag dürfte Aogo gefordert sein. Vor dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (18.30 Uhr, live bei uns im Ticker) gibt es eine Vakanz auf der Linksverteidigerposition im Team von Jens Keller. Christian Fuchs hatte in Hannover Gelb-Rot gesehen und brummt seine Sperre ab. Freilich aber komme Aogo nicht nur als Lückenfüller für das Duell mit der Werkself. "Wir holen niemanden nur für ein Spiel", sagte Heldt, der sich auf einen "sehr flexiblen Spieler" freue. Beim HSV bespielte Aogo die linke Außenbahn sowohl in der Defensiv-Reihe als auch im Mittelfeld. Auch auf der Sechs könne man ihn einsetzen, meinte Horst Heldt.

Zwei sollen kommen, zwei könnten gehen

Zurücklehnen kann sich der Schalke-Manager fünf Tage vor Ende der Transferfrist allerdings noch nicht. Mit Valentin Stocker (FC Basel) und Waldemar Sobota (Slask Breslau) möchte man sich gerne noch einigen. Ebenso gebe es aktuelle Angebote für Teemu Pukki (Celtic Glasgow) und Tranquillo Barnetta (unbekannt).

Ein baldiger Abgang von Julian Draxler hingegen sei ausgeschlossen. Medienberichte, die Derartiges als möglich darstellen, sorgten bei dem Jungstar lediglich für Kopfschütteln. Auch Horst Heldt widersprach entschieden: "Ich habe kein Angebot vorliegen. Wir haben das Heft in der Hand." Nachdenklich mache ihn in diesem Fall nur die branchenübliche Unberechenbarkeit: "Man weiß ja nie, ob in diesem verrückten Fußballgeschäft morgen jemand 70 Millionen bietet."