Ankunft in Shanghai: Schalke-Delegation von 400 begeisterten Fans in China empfangen

Kapitän Benedikt Höwedes war bei der Ankunft des FC Schalke in Shanghai ein gefragter Mann.
Kapitän Benedikt Höwedes war bei der Ankunft des FC Schalke in Shanghai ein gefragter Mann.
Foto: Karsten Rabas / Schalke 04
  • Nach einem langen Flug haben die Schalker viele Autogramme geschrieben
  • Wenn sie sich erholt haben, wartet in China ein strammes Programm
  • Tespiele gegen Besiktas und Inter

Shanghai. Kurz nach dem Alexander Jobst seinen Koffer von einem der hinteren Gepäckbänder des Shanghaier Flughafens genommen hatte, brandete Beifall auf. Der galt aber nicht dem Marketing-Vorstand des FC Schalke 04, sondern den ersten Teilnehmern der 65-köpfigen Delegation, die beim Verlassen des Ankunftsbereichs von rund 400 chinesischen Fans umjubelt wurden.

Jobst konnte eine gewisse Portion Stolz nicht verbergen. „Im letzten Jahr sind wir früh morgens um 6 Uhr gelandet und wurden von rund 50 Fans begrüßt. Jetzt sind deutlich mehr Anhänger zum Flughafen gekommen, um Fotos mit den Spielern zu machen und sich Autogramme zu holen. Das zeigt uns: Der Weg, den wir in China eingeschlagen haben, ist richtig.“

Jobst sah sich das muntere Treiben um Kapitän Benedikt Höwedes & Co. aus einigen Metern Entfernung an. Schalke hautnah. Schalke zum Anfassen, wenn auch nur für ein paar Minuten zwischen Flughafen-Bereich und dem bereitstehenden Mannschaftsbus Richtung Hotel.

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Benedikt Höwedes steht in der Beliebtheitsskala der chinesischen Fans ganz weit oben. Schalkes Weltmeister bekam Kuscheltiere, Süßigkeiten und handgeschriebene Briefe überreicht. Ralf Fährmann blieb alle zwei Meter stehen, um Fotowünsche zu erfüllen. An sein Pensum kam kein anderer Schalke-Profi heran. Fährmann witzelte auf die Frage, warum er so beliebt sei: „Ich bin eben der Hübscheste.“

23 Stunden unterwegs

Da die Königsblauen von Gelsenkirchen, von wo aus sie mit dem ICE Richtung Frankfurter Flughafen starteten, bis zur Ankunft im Hotel Kerry in Shanghai insgesamt 23 Stunden unterwegs waren, gab es eine Veränderung im Zeitplan. Das für den Abend geplante Freiluft-Training bei schwülen 36 Grad fiel aus.

Trainer Domenico Tedesco bittet sein Personal am Dienstagvormittag in den Kraftraum, bevor es um 18 Uhr Ortszeit auf den Rasen geht. In Deutschland ist es dann gerade zwölf Uhr mittags.

Wenig Schlaf für Spieler und Manager

Am Ankunftstag wäre gerade bei den Schalker Talenten ohnehin nicht mehr allzu viel gegangen. Weston McKennie machte an der Schulter von Haji Wright beim Zwischenstop in Peking ein Nickerchen im Wartebereich. Beim Landeanflug auf Shanghai klebte McKennies Kopf an der Lehne des Vordermanns. Die Stewardess musste mit sanftem Schulter-Tippen darauf aufmerksam machen, doch bitte die Rückenlehne in aufrechte Position zu bringen und das Tablett hochzuklappen.

Schalkes Profis waren froh, dass sie die strapaziöse Anreise hinter sich gebracht hatten. Der Flug durch die Nacht war auch nicht jedermanns Sache. Sportvorstand Christian Heidel: „Ich habe nicht geschlafen. Das kann ich auf Flügen ohnehin nie.“ Mittelfeldspieler Johannes Geis kam immerhin auf 30 Minuten Kurzschlaf.

Testpiele gegen Besiktas und Inter

Ab heute soll es etwas ausgeruhter an die Arbeit gehen, bevor in den nächsten Tagen Termine, ein Gala-Dinner und zwei Testspiele gegen Besiktas Istanbul (Mittwoch) und Inter Mailand (Freitag) warten. Am Samstagmorgen jetten die Schalker Profis zurück Richtung Deutschland.

Danach winken zwei freie Tage, ehe Domenico Tedesco zum Trainingslager in Mittersill (Österreich) bittet. Dort stoßen dann auch die Nationalspieler Leon Goretzka, Max Meyer, Thilo Kehrer und Felix Platte zum Kader. Das Quartett kam wegen der langen Turnier-Belastung beim Confed-Cup und der U-21-EM um das Hammer-Programm in China herum.

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