Gelsenkirchen

Alter und neuer Schalke-Manager: Was Christian Heidel und Horst Heldt unterscheidet

Der alte Schalke-Manager Horst Heldt (r.) und sein Nachfolger Christian Heidel.
Der alte Schalke-Manager Horst Heldt (r.) und sein Nachfolger Christian Heidel.
Foto: firo
  • Der eine gibt in einem halben Jahr fast so viel aus wie der andere in fünf Jahren
  • Was die Schalke-Manager Heidel und Heldt unterscheidet
  • Ein Kommentar

Gelsenkirchen. Horst Heldt kann neidisch sein: Während er in seinen fünf Jahren auf Schalke stets auf die Kosten achten musste und sich nur zwei zweistellige Millionen-Transfers leistete, darf Nachfolger Christian Heidel kräftig investieren.

Was Heldt kaum trösten mag: Für einen Grund hat er selbst gesorgt. Stets qualifizierte sich Schalke in seiner Amtszeit für den Europapokal.

Dickes Transfer-Plus unter Heldt

Heldt nahm zudem für Manuel Neuer und Julian Draxler knapp 70 Millionen Euro ein – und gestaltete Leroy Sanés Vertrag so, dass auch das Talent 50 Millionen Euro einbrachte. Schalke steht auf einem anderen finanziellen Niveau als im März 2011 bei Heldts Amtsantritt.

Der zweite Grund könnte Heldt treffen: Die Schalker Vereinsführung traut Heidel einfach mehr zu. Sie glaubt daran, dass Heidel die Umsetzung der Vereinsphilosophie und eine Finanzpolitik mit Augenmaß besser umsetzen kann.

Tönnies lässt Heidel in Ruhe

Deshalb genehmigt der Aufsichtsrat Heidel auch große Investitionen trotz fraglicher sportlicher Perspektive. Mischte sich in Heldts Amtszeit Klubboss Clemens Tönnies noch regelmäßig ein, lässt Tönnies Heidel in Ruhe.

Denn er weiß, dass Heidel von seinen Plänen überzeugt ist und daran festhält. Heidel agiert – Heldt reagierte etwas zu oft. Drei Cheftrainer entließ er in seiner Amtszeit vorzeitig. Markus Weinzierl darf sich unter Heidel auch mal eine Niederlagenserie erlauben.

Mehr News zum S04:

Polizei warnt Schalke-Fans vor dem PAOK-Spiel - und stellt Beamte in den Fanblock

Heidel stellt klar: Auch Yevhen Konoplyanka bleibt auf Schalke

Remis in Köln: Gut gespielt, doch Europa kaum noch möglich - Darum geht es Schalke den Rest der Saison

 
 

EURE FAVORITEN