1:1 - Schalke kann Führung in Wolfsburg nicht halten

Jubel um Leroy Sané (l.) vom FC Schalke. Der Youngster trifft zum 1:0 für die Knappen in Wolfsburg.
Jubel um Leroy Sané (l.) vom FC Schalke. Der Youngster trifft zum 1:0 für die Knappen in Wolfsburg.
Foto: dpa
Das Resultat ließ einen Achtungserfolg des FC Schalke 04 vermuten, doch auch drei Punkte wären durchaus möglich gewesen: Beim Tabellenzweiten VfL Wolfsburg erreichten die Schalker am Sonntag ein 1:1.

Wolfsburg. Das Resultat ließ einen Achtungserfolg des FC Schalke 04 vermuten, doch auch drei Punkte wären durchaus möglich gewesen: Beim Tabellenzweiten VfL Wolfsburg erreichten die Schalker am Sonntag ein 1:1. Seit fünf Spielen sind sie nun schon sieglos, sie stehen aber immerhin noch auf Platz fünf, der sie am Saisonende in die Europa League bringen würde.

Zwölf Spieler auf der Ausfallliste - das muss den Schalkern erst einmal einer nachmachen, in dieser Statistik stellen sie immer wieder neue Rekorde auf. Wie erwartet fehlten diesmal auch die erkankten Eric Maxim Choupo-Moting und Christian Fuchs, kurzfristig meldeten sich auch noch Kevin-Prince Boateng wegen muskulärer Probleme und Matija Nastasic wegen einer Wadenverletzung ab.

Schalker zogen keinen Profit aus dem Substanzverlust der Wolfsburger

So ergab sich eine neue Chance für den 19-jährigen Leroy Sané auf der linken Offensivseite und eine erste Chance von Beginn an für den gleichaltrigen Marvin Friedrich in der Innenverteidigung. Diese Entscheidung von Trainer Roberto Di Matteo kam überraschend: Der Italiener hätte auch Benedikt Höwedes oder Roman Neustädter ins Abwehrzentrum stellen und Tranquillo Barnetta ins Team holen können, doch der Schweizer saß nur auf der Bank.

Bei den Wolfsburgern saßen nach dem 1:4-Heimdebakel am Donnerstagabend im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League gegen den SSC Neapel vier Stammkräfte zunächst draußen, darunter Top-Torjäger Bas Dost. Die heimstärkste Mannschaft der Bundesliga spielte in der ersten halben Stunde ungewöhnlich verhalten - ganz offensichtlich wirkte der von Neapel verursachte Schock nach. Erst nach 30 Minute kamen die Wölfe zu einer guten Chance, als ein Kopfball von Luiz Gustavo knapp am Tor vorbeiflog.

Die nach mehreren Frust-Erlebnissen verunsicherten Schalker zogen zunächst allerdings keinen Profit aus dem Substanzverlust der Wolfsburger. Die Königsblauen waren um Ordnung bemüht, blieben allerdings vorne ohne Durchschlagskraft, weil ihr Aufbauspiel traditionell zu langsam war und zudem der so wichtige letzte Pass oft den vorgesehenen Adressaten verfehlte. Dadurch hing vor allem der seit November in der Bundesliga auf einen Treffer wartende Stürmer Klaas-Jan Huntelaar wieder in der Luft.

Leroy Sané bringt Schalke in Wolfsburg in Führung

Zur Pause hätte Wolfsburg führen müssen - doch in Minute 43 vergab Kevin De Bruyne die bis dahin beste Chance des Spiels, weil Torhüter Ralf Fährmann beim Flachschuss des Belgiers erstklassig reagierte. Zwei Minuten nach Wiederbeginn hatte Schalkes Schlussmann dann ganz viel Glück, als ein Fernschuss von Ricardo Rodriguez vor die Latte krachte.

Doch in der Phase, als die Wolfsburger den Druck erhöhten, gelang den Schalken nach eine Ecke des VfL ein toller Konter: Leroy Sané startete in der eigenen Hälfte, schüttelte im Sprint mit Ball zwei Wolfsburger ab, blieb dann beim Abschlussversuch kurz hängen, bekam aber den Ball zurück - und versenkte ihn gekonnt im Netz.

Wolfsburg biss sich an Fährmann die Zähne aus

1:0 für Schalke nach 53 Minuten, jetzt musste dieses Spiel Fahrt aufnehmen. Die Wölfe aber bissen sich wiederholt an dem reaktionsschnellen und sicheren Ralf Fährmann die Zähne aus.

Vor Beginn der Schlussphase musste Schalke zweimal wechseln: Torschütze Leroy Sané schied ebenso verletzt aus wie Linksverteidiger Sead Kolasinac, Leon Goretzka und Tranquillo Barnetta kamen ins Spiel. Barnetta war kaum auf dem Rasen, als die Wolfsburger in der 78. Minute durch die individuelle Klasse ihres in dieser Saison besten Spielers den Ausgleich erzielten: Kevin De Bruyne nahm genau Maß und setzte den Ball flach ins rechte Eck - unhaltbar. Und am Ende musste Schalke mit diesem Punkt dann doch zufrieden sein.

 
 

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