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Oberhausen

Vier Spiele, vier Siege: Bei Rot-Weiß Oberhausen läuft es in 2018 rund

Haben derzeit viel Freude aneinander: Die RWO-Spieler und ihre Fans nach dem Erfolg gegen Düsseldorf.
Foto: Micha Korb
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Oberhausen. Über den jüngsten 3:1-Sieg der Rot-Weißen über die U 23 von Fortuna Düsseldorf und sein Zustandekommen braucht man nicht zu lange nachzudenken. Der Trainer des Regionalligisten, Mike Terranova, hat im Prinzip schon die Losung ausgegeben, als er ein paar wenige kritische Punkte gar nicht erst vertiefen wollte und sagte: „Wir müssen jetzt immer nur auf das nächste Spiel gucken.“ Davon gibt es in den nächsten Wochen genug, vielleicht mehr als genug.

Am Freitag ergaben sich für RWO ein paar Punkte, die man festhalten muss, auch weil sie über den Tag hinaus reichen dürften.

Punkt 1: Wie Patrick Bauder und Kollegen den vierten Sieg im vierten Pflichtspiel des Jahres einfuhren, war bemerkenswert wegen der selbstsicheren Art, in der sie den frühen Rückstand auch gegen eine Mannschaft ignorierten, die sich der totalen Defensive verschrieben hatte. RWO demonstrierte den festen Willen zur spielerischen Lösung aller Aufgaben, schoss aber nicht genug Tore. Es hätte leicht zum Debakel für Düsseldorf werden können. Unterm Strich: Die Truppe ist in großer Form.

Punkt 2: Die Leistung von Patrick Schikowski war das vielleicht auffälligste Merkmal im Match. Der oft so eigenwillige und eigensinnige Angreifer hat sich in den letzten Wochen zu einem Teamplayer hohen Niveaus entwickelt, der mit einer Selbstverständlichkeit an der eigenen Eckfahne verteidigt und Sekunden später torreife Szenen inszeniert, dass es absolutes Lob abnötigt. Das ist das Holz, aus dem Erfolg geschnitzt wird.

Punkt 3: Kurz vor Anpfiff teilte der Verein offiziell mit, mit Mike Terranova und Co-Trainer Dirk Langerbein weiter bis zum Sommer 2020 arbeiten zu wollen. Das ist die wichtigste Meldung am 26. Spieltag, auch wenn daran schon länger kein ernsthafter Zweifel mehr bestanden hatte.

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Wer „Terra“ kennt, weiß, dass er im Januar die Planung der kommenden Spielzeit aufgenommen hat. Aktuell interessiert ihn der Tabellenstand nicht, sondern nur zweierlei Dinge: Die scheinbar uneinholbaren Viktoria Köln und KFC Uerdingen werden weiter unter Druck gesetzt; das interne Gefüge wächst weiter zusammen.

Zusätzliche Unterhaltung

Punkt 4: Die jüngsten Spielansetzungen und dazu noch die jüngsten Absagen lassen den Spielplan weiter zusammenschnurren. Bis Ende April ist RWO in jeder Woche mindestens zweimal im Einsatz. Vielleicht lernt der Verband und veranstaltet mal im August zwei oder drei englische Wochen. Dann spielt die Bundesliga noch nicht, man gewinnt also mehr Aufmerksamkeit – und am Ende mehr Zeit, um die Saison ordnungsgemäß und vor allem fair zu Ende zu spielen.

Punkt 5: Das Pokal-Halbfinale gegen den Landesligisten FSV Duisburg ist wegen der Nachholspiele auch verlegt worden, jetzt auf den 17. April. Das ist ein Dienstag, und am Abend wird – nach dem kurzfristig erfolgten Tausch des Heimrechts – im Stadion Niederrhein gespielt.

Punkt 6: Vielleicht nicht so furchtbar wichtig, aber vermutlich ganz witzig: Ostermontag, 2. April, spielt RWO gegen den Wuppertaler SV. Stadionsprecher Peter Knobloch ist dann privat verhindert. Statt seiner soll Präsident Hajo Sommers am Mikrofon sein. Verspricht zusätzliche Unterhaltung – ohne Top-Zuschlag.

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Fr, 10.08.2018, 10.49 Uhr