Viel Pech für RWO im Spiel gegen Bielefeld

Bielefeld gewinnt mit 1:0 durch ein Tor von Manuel Hornig. Frust bei den Oberhausenern. Foto: Kerstin Bögeholz
Bielefeld gewinnt mit 1:0 durch ein Tor von Manuel Hornig. Frust bei den Oberhausenern. Foto: Kerstin Bögeholz
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Rot-Weiß Oberhausen wollte im Spiel gegen Arminia Bielefeld trotz großem Engagement vor dem Tor nichts gelingen. RWO-Verteidiger Benjamin Weigelt brachte es nach der 0:1-Niederlage auf den Punkt: „Die wissen gar nicht, wie sie hier gewonnen haben.“

Oberhausen.. Aller Kampfgeist war an diesem Tag umsonst. Beim 0:1 (0:1) gegen Arminia Bielefeld lieferte RWO eine der engagiertesten Leistungen dieser Spielzeit ab, mühte sich wirklich nach allen Kräften und in der Schlussphase auch mit denen, die eigentlich gar nicht mehr hätten da sein dürfen. Doch der Ball wollte nicht ins Tor. Bielefelds Trainer Stefan Krämer strickte sich nach der Partie die Gründe für den Sieg zurecht, doch der starke RWO-Verteidiger Benjamin Weigelt brachte es auf den Punkt: „Die wissen gar nicht, wie sie hier gewonnen haben.“

Dass es dazu kam, war in mancher Hinsicht auch den Oberhausenern und ihrem Schusspech zuzuschreiben. Bälle, die in den acht Partien ohne Niederlage zuvor mal so ins Tor kullerten oder eben genau passten, schafften es diesmal nicht über die Linie. Dabei legten die Oberhausener bärenstark los und drückten Bielefeld in der eigenen Hälfte die Luft ab. Im Zweiminutentakt hatten die Rot-Weißen durch Felicio Brown Forbes (2.), Tobias Willers (5.), Timo Kunert (6./25.) oder Jansen (11.) teils hochkarätige Gelegenheiten. Doch der Bielefelder Keeper Patrick Platins meisterte sie alle mit Können und Glück. Doch nach dem Blitzstart zeigte auch Bielefeld, warum die dabei sind, sich aus der Abstiegszone zu befreien. Sebastian Hille zirkelte aus zwölf Metern einen Ball Richtung Dreieck, doch RWO-Keeper Michael Melka war auf dem Posten und wischte die Kugel zur Ecke.

Die Arminen befreiten sich zusehends und profitierten bei ihrem Tor von einem doppelten RWO-Fehler. Denn zunächst mussten Willers und Weigelt zusammen auf der Linie retten, da sich Willers und Melka zuvor missverstanden und Hille den plötzlich freien Ball Richtung Gehäuse geköpft hatte. Bei der darauf folgenden Ecke hatte Rot-Weiß seine Grundordnung in der Innenverteidigung noch nicht wieder hergestellt. Melka blieb zudem auf der Linie kleben, so köpfte Manuel Hornig den scharfen Ball vom kurzen Pfosten aus ungehindert ein: 0:1 (36.).

Zu wenig über außen

Damit war das Spiel vom Ballbesitz her auf den Kopf gestellt. RWO durfte sich bei Melka bedanken, dass es nur mit 0:1 in die Pause ging. Hille scheiterte freistehend am RWO-Keeper (38.).

Im zweiten Durchgang sahen die zunehmend begeisterten Zuschauer ein Spiel auf ein Tor, das die Rot-Weißen allerdings nicht gut planten. Über die Außen mit dem eigentlich starken Timo Kunert wurde zu wenig gearbeitet. Mit fortschreitender Spieldauer wurde jeder Ball ins Zentrum gebracht, wo Jansen verlängern sollte – aber auf wen? Mike Terranova hatte einen unglücklichen Tag erwischt und wurde ausgewechselt, Marvin Ellmann fehlte das Durchsetzungsvermögen, Kevin Steuke auf links Routine und Übersicht. Brown Forbes, der insgesamt gefiel, mühte sich nach Kräften. Doch die Ostwestfalen verteidigten nun mit Mann und Maus in zwei Viererketten und mühten sich gar nicht mehr sonderlich um Konter.

Basler zog dann die letzte Option, löste die Viererkette auf und schickte Felix Schiller in der Hoffnung auf einen Lucky Punch ins Sturmzentrum. Doch auch das führte eher zu mehr Durcheinander im Bielefelder Sechzehner, in dem zeitweilig 20 Spieler versammelt waren. Letztlich hatten die Arminen bei zwei Kontern sogar noch die klareren Möglichkeiten, doch der kurzzeitige Oberhausener Christopher Kullmann vergab beide kläglich.

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