Stadt schickt RWO-Ultras wegen Aggressionspotenzials zur MPU

Müssen ihre Fahnen bald vielleicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Stadion schaffen: 15 RWO-Ultras.
Müssen ihre Fahnen bald vielleicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Stadion schaffen: 15 RWO-Ultras.
Foto: Michael Ketzer / FUNKE Foto Services
  • Die Stadt Oberhausen schickt 15 RWO-Ultras zur Medizinisch-Psychologische Untersuchung.
  • Eigentlich müssen nur Verkehrssünder die Begutachtung über sich ergehen lassen.
  • Grund für die kuriose Auflage sei das Aggressionspotenzial der Fans.

Oberhausen. Böse Überraschung für 15 Ultras von Rot-Weiß Oberhausen. Die Stadt hat sie aufgefordert, sich einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung zu unterziehen.

Diese MPU wird im Volksmund auch "Idiotentest" genannt und muss normalerweise nur von Menschen absolviert werden, die im Straßenverkehr auffällig geworden sind. Warum sollen sie auch die Ultras absolvieren? Wie der Deutschlandfunk berichtet, haben sie ein Schreiben erhalten, in dem ihnen ein besonders hohes Aggressionspotenzial attestiert wird. Es sei davon auszugehen, dass sie auch im Straßenverkehr emotional impulsiv handeln würden.

Fälle werden erneut einzeln geprüft

Einer der Ultras wird vom Deutschlandfunk zitiert: "Da war man schon gut geschockt, weil man ja auch auf den Führerschein angewiesen ist. (...) Ich wusste nicht, wie ich damit umgehen soll, weil so was war vorher auch noch nicht bekannt."

In Hannover war über diese Maßnahme bereits im Jahr 2011 nachgedacht worden, die Stadt Oberhausen will sie nun umsetzen. Die Ultras protestierten und haben laut Deutschlandfunk immerhin erreicht, dass ihre Fälle noch einmal einzeln geprüft werden. Wie das Verfahren ausgeht, ist derzeit noch völlig offen. (we)

 
 

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